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Ausland

Diakonie Katastrophenhilfe warnt vor Seuchen in Kriegsgebieten

Donnerstag, 29. August 2019

Patienten mit Verdacht auf Cholera in einem Krankenhaus in Sanaa, Jemen /dpa

Berlin – Die Diakonie Katastrophenhilfe hat vor der Ausbreitung von Krankheiten wie Cholera und Ebola in Kriegsgebieten gewarnt. „Ausbruch und Verbreitung von Infektions­krankheiten fallen dort nicht vom Himmel, sondern stehen im direkten Zusammenhang mit Gewaltausübung", erklärte Präsidentin Cornelia Füllkrug-Weitzel heute bei der Vorla­ge des Jahresberichts der Katastrophenhilfe.

Menschen, die schon vorher nicht genügend zu essen gehabt hätten, seien geschwächt und dadurch sehr viel anfälliger für Krankheiten. Aktuelle Beispiele für diesen Zu­sam­menhang sind laut Katastrophenhilfe die Entwick­lungen im Jemen und der Demokrati­schen Republik Kongo.

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Im Jemen starben demnach seit Beginn des Kriegs im Jahr 2015 mehr als 3.000 Menschen an Cholera. Allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres sei fast eine halbe Million Verdachtsfälle gemeldet worden.

Das Zusammenwirken von Krieg, Hunger und Krankheit ist nach Ansicht der Katastro­phen­­hilfe auch in der Demokratischen Republik Kongo zu beobachten, wo Ebola seit dem Ausbruch vor einem Jahr noch nicht unter Kontrolle sei.

„Angriffe verschiedener Milizen zwingen die Menschen immer wieder zur Flucht und er­schweren, dass unter den vertriebenen Menschen neue Infizierte gefunden und behan­delt werden können", erklärte der dortige Büroleiter Guido Krauss. Dadurch beschleunige sich die Ausbreitung von Ebola.

Die Diakonie Katastrophenhilfe leistete nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr in 41 Ländern Hilfe und stellte dafür etwa 37 Millionen Euro bereit. Die meisten Mittel flossen demnach nach Syrien und dessen Nachbarstaaten, daneben entfielen die größten Ausga­ben auf den Südsudan und die Demokratische Republik Kongo.

Die Spendeneinnahmen der Katastrophenhilfe sanken im Vergleich zum Jahr 2017 um 13 Prozent auf 23,6 Millionen Euro. Der Rückgang ist laut der Organisation darauf zurückzu­führen, dass das Spendenaufkommen 2017 aufgrund der Hungerkrise in Ostafrika beson­ders hoch war.

Die Einnahmen aus öffentlichen Zuwendungen von der Bundesre­gierung, der Europäi­schen Union und den Vereinten Nationen lagen 2018 mit rund 17 Millionen Euro fast auf dem Vorjahresniveau. © afp/dpa/aerzteblatt.de

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