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Diakonie warnt vor Ausgrenzung behinderter Menschen

Donnerstag, 29. August 2019

/Depression-lightpoet-stockadobecom

Berlin – Die Diakonie Deutschland und der Bundesverband evangelische Behinderten­hilfe (BeB) haben vor neuen Formen der Ausgrenzung psychisch kranker Menschen ge­warnt. Das Gedenken an die Vernichtungsaktion der Nationalsozialisten verpflichte dazu, die betrof­fenen Menschen zu schützen, erklärte Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland, heute in Berlin.

Im Oktober 1939 unterzeichnete Hitler – rückdatiert auf den Kriegsbeginn am 1. Septem­ber – den sogenannten „Euthanasie“-Erlass. Er bedeutete das Todesurteil für europaweit rund 300.000 psychisch kranke und behinderte Menschen.

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„Psychische Erkrankungen können jeden treffen, und es darf nicht sein, dass sie zu einem volkswirtschaftlichen Problem gemacht werden“, so Loheide anlässlich des morgigen Fest­aktes zum fünfjährigen Bestehen des Gedenk- und Informationsort für die Opfer der nationalsozia­lis­­tischen „Euthanasie“-Morde.

Die Diakonie kritisierte zudem zusammen mit der Behindertenhilfe eine parlamentarische Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion. Danach fragt die Fraktion nach dem Anteil psy­chisch kranker Menschen mit Erwerbsminderungsrente und den volkswirtschaftlichen Verlusten, die durch diese Gruppe entstünden.

Der stellvertretende BeB-Vorsitzende Jürgen Armbruster erklärte dazu, eine psychische Erkrankung reiße die Betroffenen aus dem Arbeitsleben heraus. Der Sozialstaat solle dieses Risiko auffangen – „mit einer ausreichenden Erwerbsminderungsrente, aber auch mit Angeboten der medizinischen und beruflichen Rehabilitation“. © kna/aerzteblatt.de

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