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Universitätsklinikum Leipzig eröffnet Schmerz-Tagesklinik

Dienstag, 3. September 2019

/dpa

Leipzig – Ein neues Angebot für Patienten mit chronischen Schmerzen hat das Universi­tätsklinikum Leipzig (UKL) eingerichtet. Eine neue Schmerz-Tagesklinik soll die Lücke zwischen ambulanter und stationärer Versorgung im Schmerzbereich schließen.

Die Tagesklinik ist ein Gemeinschaftsprojekt der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und Intensivtherapie, der Klinik und Poliklinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plas­tische Chirurgie, der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychothera­pie sowie der Zentralen Einrichtung Physikalische Therapie und Rehabilitation am UKL.

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Behandelt werden chronische Rücken- oder Nervenschmerzen sowie solche des Muskel- und Bewegungsapparates, zum Beispiel im Knie, in der Schulter oder im Hüftgelenk. Mögliche Therapien werden individuell und nach einem Behandlungsplan entwickelt.

„Alle Behandlungen sind speziell auf chronische Schmerzen ausgelegt und daran ange­passt, was der einzelne Patient erreichen möchte“, sagte Theresa Völker, Fachärztin für Anästhesie. Sie ist als Projektleiterin für die organisatorischen Abläufe beim Aufbau der Schmerztages­klinik verantwortlich.

Neben medikamentöser Versorgung unter ärztlicher Anleitung und Beratung erhalten die Patienten in Schulungen theoretisches Wissen rund um das Thema Schmerz. „Unter pro­fessioneller Anleitung bekommen die Betroffenen zudem gezeigt, wie sie schmerzverstär­kende Bewegungen in ihrer Alltagsroutine im Haushalt und Beruf erkennen und vermei­den können.

Weiterhin erlernen sie verhaltenstherapeutische Verfahren zur Schmerzbewältigung und Ablenkung. Die Möglichkeit, in Einzelgesprächen mit Psychologen ihre Belastungs- und Stressfaktoren herauszufiltern, komplettiere das interdisziplinäre multimodale Behand­lungs­konzept, so Völker.

Die Behandlung erfolgt in Kleingruppen von sechs bis acht Personen und dauert vier Wochen. In dieser Zeit erhalten die Patienten montags bis freitags zwischen 8 und 15.30 Uhr eine ständige ärztliche und therapeutische Betreuung.

Nach etwa drei Monaten folgen zwei erneute Behandlungstage, um das erlernte Haus­übungsprogramm aufzufrischen. Die Behandlungskosten in der Schmerz-Tagesklinik werden laut UKL durch die Krankenkassen übernommen. © hil/aerzteblatt.de

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