NewsVermischtesSchwere Neurodermitis verursacht viele Fehltage
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Schwere Neurodermitis verursacht viele Fehltage

Dienstag, 3. September 2019

/Nikkikii, stockadobecom

Bonn – Patienten mit schwerer Neurodermitis müssen aufgrund ihrer Erkrankung häufig bei der Arbeit oder im Studium fehlen. Das berichtet die Deutsche Haut- und Allergie­hilfe. Hintergrund ist eine Befragung der European Federation of Allergy and Airways Diseases Patient's Associations (EFA) unter 1.189 erwachsenen Patienten mit der Erkran­kung in neun europäischen Ländern.

Danach fehlt jeder vierte Patient aufgrund seiner Hauterkrankung mehr als eine Woche im Jahr bei der Arbeit oder im Studium. 13 Prozent der Befragten kommen aufgrund ihrer Hauterkrankung jedes Jahr auf mehr als elf Fehltage.

Anzeige

Mitunter sind die Symptome so schwerwiegend, dass sie eine stationäre Behandlung er­fordern. 2017 wurden je nach Land zwischen 20 und 60 Prozent der Umfrageteilnehmer für mehrere Tage im Krankenhaus behandelt – in Deutschland waren es 43 Prozent.

Laut der EFA leiden hierzulande rund drei Millionen Menschen an Neurodermitis. Bei etwa 50 Prozent der Betroffenen ist die Krankheit mittelschwer bis schwer, bei ungefähr acht Prozent sehr schwer ausgeprägt.

„Die Hauterkrankung selbst und mit der Neurodermitis verbundene Faktoren, insbesonde­re der oft fast unerträgliche Juckreiz, können zur Beeinträchtigung der Lebensqualität, der Schul- oder Arbeitsleistungen sowie zu Schwierigkeiten im sozialen Umfeld und zu Depres­sionen führen“, heißt es auch in der S2k-Leitlinie Neurodermitis, die über die Ar­beitsge­meinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften verfügbar ist.

Gemäß versorgungsepidemiologischen Analysen aus Deutschland nehmen danach rund 23 Prozent der Säuglinge und Kleinkinder, acht Prozent der Schulkinder und zwei bis vier Prozent der Erwachsenen Gesundheits­leistungen aufgrund der Neurodermitis in Anspruch. „Bei Kindern ist die Neurodermitis damit die häufigste chronische Erkrankung überhaupt“, so die Leitlinien-Autoren. © hil/aerzteblatt.de

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
LNS
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER