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Herzstiftung mahnt mehr Forschung zu Herz-Kreislauf-Er­krankungen an

Dienstag, 3. September 2019

/akridiy, stockadobecom

Frankfurt am Main – Mehr Forschung zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und mehr Hilfs­angebote für Patienten fordert die Deutsche Herzstiftung – und hat auch ihre eigene Förderung entsprechend ausgerichtet.

„Trotz vieler Verbesserungen in der herzmedi­zi­nischen Versorgung und einer Senkung der Sterblichkeit in den letzten Jahrzehnten, haben Herz- und Kreislauf-Erkrankungen ihren Schrecken als Todesursache Nummer eins in Deutschland nicht verloren“, sagte der Vor­standsvorsitzende der Stiftung, Dietrich Andresen, bei der Vorstellung des Jahresberichtes 2018 der Deutschen Herzstiftung.

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Danach werden in Deutschland im Jahr mehr als 1,7 Millionen Klinikeinweisungen durch Herzinfarkte, Herzschwäche, Herzklappenerkrankungen, Rhythmusstörungen und ange­bo­rene Herzfehler verursacht. Über 207.000 Menschen sterben pro Jahr an diesen Volks­leiden.

Laut dem Bericht erleiden pro Jahr bundesweit rund 65.000 Menschen ein plötzliches Herzversagen. Mehr als 60.000 Betroffene sterben daran. In Deutschland liege die Laienre­animationsquote bei Herzstillstand nur bei etwa 40 Prozent, während sie in Norwegen rund 70 Prozent betrage.

„Wir müssen die Versorgung von Herzpatienten noch weiter verbessern. Dazu investieren wir mehr in die Forschungsförderung und richten unsere Informationsangebote noch ge­zielter auf die Bedürfnisse der Betroffenen und ihrer Angehörigen aus“, betonte Andresen.

Deshalb habe die Deutsche Herzstiftung gemeinsam mit der von ihr gegründeten Deutschen Stif­tung für Herzforschung (DSHF) ihr Fördervolumen im vergangenen Jahr auf 2,54 Millionen Euro erhöht (2017: 2,44 Millionen Euro).

Die Stiftung hat damit 2018 mehrere Projekte in Wissenschaft und Forschung gefördert, die zu einer besseren medizinischen Versorgung von Herzkranken beitragen sollen: unter anderem das Deutsche Aortenklappenregister sowie Vorhaben zu neuen Therapieverfah­ren oder neuen Anwendungsbereichen bestehender Medikamente.

Ein weiterer wichtiger Arbeitsbereich ist laut Andresen die Information von Patienten und der Allgemeinbevölkerung zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen. „Aus den Sprechstundenan­fragen und Online-Kommentaren zu Herzstiftungs-Artikeln geht immer wieder hervor, dass bei Patienten und ihren Angehörigen Informationslücken bezüglich ihrer Herzer­kran­­­­kung und den Therapiemöglichkeiten bestehen“, heißt es in dem Jahresbericht.

„Noch stärker als bisher wollen wir das Internet dafür nutzen, den Bedürfnissen der Herz­patienten und Interessierten nach einer soliden, ausgewogenen und kritischen Bericht­erstattung gerecht zu werden“, kündigte Andresen daher an. © hil/aerzteblatt.de

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