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Politik

IQWiG sieht beträchtlichen Zusatznutzen von Risankizumab für bestimmte Patienten mit Plaque-Psoriasis

Dienstag, 3. September 2019

/dpa

Köln – Erwachsene Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis, die auf eine systemische Therapie unzureichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben, können von einer Therapie mit dem Interleukin-23-Antikörper Risankizumab profitieren.

In einer Nutzenbewertung sieht das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Ge­sund­­heits­wesen (IQWiG) den Beleg für einen beträchtlichen Zusatznutzen des Wirkstoffs gegen­über der zweckmäßigen Vergleichstherapie – diese war in diesem Fall eine Be­handlung mit Ustekinumab.

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Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss hatte das IQWiG mit der Untersuchung zweier Fragen zu Risankizumab beauftragt. Nach dem möglichen Zusatznutzen für erwachsene Patien­ten, die im Rahmen einer erstmaligen systemischen Therapie nicht für eine konventio­nelle Therapie infrage kommen und für erwachsene Patienten, die auf eine systemi­sche Therapie unzu­reichend angesprochen oder diese nicht vertragen haben.

Für die erste Fragestellung waren die vom pharmazeutischen Hersteller vorgelegten Da­ten dem IQWiG zufolge nicht geeignet, um Aussagen zum Zusatznutzen von Risankizu­mab gegen­über der zweckmäßigen Vergleichstherapie abzuleiten.

Der Beleg für einen beträchtlichen Zusatznutzen des Wirkstoffs für die in der zweiten Frage angesprochene Patientengruppe ergibt sich für das Institut aus verschiedenen Unter­kategorien.

So zeigte sich in den ausgewerteten Daten laut IQWiG für den Endpunkt Remission ein statistisch signifikanter Effekt zum Vorteil von Risankizumab, ebenso in den Endpunkten Juckreiz, Schmerz und Brennen sowie der patientenberichteten Symptomfreiheit.

Auch in den Endpunkten Gesundheitszustand und gesundheitsbezogene Lebensqualität zeigte sich den IQWiG-Autoren zufolge ein statistisch signifikanter Unterschied zum Vor­teil von Risanki­zumab.

Ergebnisse einer Phase-2-Studie zwischen Risankizumab und Ustekinumab wurden be­reits 2015 auf einer Tagung der European Academy of Dermatology and Venereology vorge­stellten und im Jahr 2017 im New England Journal of Medicine publiziert (doi 10.1056/NEJMoa1607017). © hil/aerzteblatt.de

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