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Charité Berlin hat neuen Vorstands­vorsitzenden

Dienstag, 3. September 2019

Michael Müller (SPD, links), Regierender Bürgermeister von Berlin, Heyo Kroemer, neuer Vorstandsvorsitzender der Charité /picture alliance, Monika Skolimowska

Berlin – Heyo Kroemer hat zum 1. September den Vorstands­vorsitz der Charité – Uni­versitätsmedizin Berlin übernommen – die feierliche Amtsübergabe fand heute in Berlin statt. Der 58-Jährige Pharmakologe, der bisher Dekan der Medizinischen Fakultät und Vor­standssprecher der Uni­­versitätsmedizin Göttingen (UMG) war, folgt auf Karl Max Ein­häupl, der die Berliner Universitätsmedizin seit 2008 leitete.

„Als eine der größten Universitätskliniken Europas steht die Charité für eine herausra­gende Qualität in der Krankenversorgung, in der Forschung sowie in der Lehre“, sagte Kroemer heute. Diese international bekannte Einrichtung zu leiten, sehe er „als sehr reizvoll und herausfordernd an“.

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„Ich möchte die kommenden Wochen zunächst intensiv für Gespräche mit den Menschen nutzen, die der Charité ein Gesicht geben“, sagte Kroemer weiter. Das bedeute zuallererst gut zuzuhören, denn nur so könne er „dieses faszinierende und große Haus wirklich kennenlernen“. Darüber hinaus gebe es für ihn zwei große Themen mit Vorrang: Die Integration des Berliner Institut für Gesundheitsforschung (BIG) in die Charité und die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Herzzentrum Berlin.

Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller, betonte, es sei gelungen mit Heyo Kromer „die bestmögliche Besetzung für diese anspruchsvolle Aufgabe zu finden“. Als einer der profiliertesten Wissenschaftsmanager bringe dieser die Voraussetzungen mit, um die Charité auf Erfolgskurs zu halten und neue Akzente für die wissenschaftliche Exzellenz und eine Krankenversorgung auf Spitzenniveau zu setzen.

Müller dankte ebenso Karl Max Ein­häupl, der elf Jahre die Charité leitetet, für die „her­vorragende Arbeit“. Ein­häupl habe die Charité mit ihren Campi auf allen Gebieten zu dem exzellenten Ort für Forschung, Lehre und Gesundheitsversorgung weiterentwickelt, der sie heute sei. Zu seinen großen Verdiensten zähle auch die wirtschaftliche Konsolidie­rung der Charité. Er habe aber auch maßgeblich zur Erhöhung der internationalen Sicht­barkeit der Berliner Universitätsmedizin beigetragen.

Einhäupl blickte auf „aufregende Jahre“ an der Spitze der Charité zurück. Er habe gemein­sam mit Mitarbeitern viel erreichen können. „Dazu gehört natürlich die wirtschaftliche Konsolidierung. Doch als größeren Verdienst sehe ich die Erneuerung der Marke Charité“, sagte er. Das Image der Berliner Universitätsmedizin sei so gut wie schon lange nicht mehr.

Als Einhäupl die Leitung übernahm, hing die Charité tief in den roten Zahlen, heute macht sie Gewinn. Seit Mitte Juli zählt sie auch zu den Siegern im bundesweiten Wettbe­werb um Fördergelder. Mit dem BIG geht die Charité ganz neue Wege. Das Pilotprojekt will die Lücke zwischen Grundlagenforschung und Anwendung am Krankenbett besser schließen.

Zum ersten Mal steigt der Bund damit in eine Universitätsklinik ein. Unter Einhäupls Leitung wurde auch das Bettenhochhaus auf dem Campus Mitte als weithin sichtbares Symbol grundlegend saniert. © may/dpa/aerzteblatt.de

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