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Forscher untersuchen Langzeitfolgen von Strahlentherapien bei Kindern

Mittwoch, 4. September 2019

Essen – Die Langzeitfolgen von Strahlenbelastungen bei Kindern durch medizinische Behandlungen und Diagnostik untersucht ein internationales Konsortium im Rahmen des europäischen Projektes „Harmonic“, kurz für „Health Effects of Cardiac Fluoroscopy and Modern Radiotherapy in Peadiatrics“.

Insgesamt 24 Partner aus 13 Ländern arbeiten daran mit. Aus Deutschland sind Wissen­schaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) und dem Uni­ver­sitätsklinikum Essen beteiligt.

„Die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Strahlentherapie ist ohne Frage sinn­voll“, sagte Beate Timmermann, Direktorin der Klinik für Partikeltherapie am West­deutsch­­en Protonentherapiezentrums Essen (WPE) und Co-Leiterin des Harmonic-Arbeits­paketes zur Radiotherapie. Die Klinik will im Rahmen des Projektes ein europäisches Re­gister auf­bauen und darüber die langfristigen Auswirkungen der Strahlenbelastung bei Kindern analysieren.

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Außerdem will die interdisziplinär besetzte Forschergruppe die Strahlenbelastung des gesamten Körpers sowie von relevanten Risikoorganen rekonstruieren, um das Risiko für die Entstehung von Zweittumoren nach Radiotherapie zu untersuchen. „Nicht zuletzt kann mit den gewonnenen Daten auch die Strahlentherapie für die jungen Patienten im Rahmen der onkologischen Behandlung optimiert werden“, hieß es aus Essen.

Andere internationale Arbeitsgruppen untersuchen im Rahmen von „Harmonic“ den Ein­fluss ionisierender Strahlung bei pädiatrischen Patienten nach interventionellen kardiolo­gischen Eingriffen sowie Biomarker für die Auswahl optimaler Diagnostik und Therapie.

Das Projekt wird im Zuge von Horizon 2020 der Europäischen Kommission mit insgesamt knapp sieben Millionen Euro gefördert. Davon entfallen rund 1,3 Millionen Euro auf die Universitätsmedizin Essen. © hil/aerzteblatt.de

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