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Mehr Anfragen bei Spezialzentrum für aktive Sterbehilfe in den Niederlanden

Donnerstag, 5. September 2019

/Photographee.eu, stock.adobe.com

Den Haag – In den Niederlanden werden immer mehr Anfragen nach aktiver Sterbehilfe an eine darauf spezialisierte „Lebensendeklinik“ gerichtet. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der dort bearbeiteten Fälle um 15 Prozent gestiegen, berichten niederländische Medien gestern.

Zwischen 2012 und 2017 habe die Menge der Anfragen kontinuierlich zugenommen und sich seither stabilisiert, so die Einrichtung. 2018 hätten sich durchschnittlich pro Monat 210 Interessierte gemeldet, in diesem Jahr monatlich 256. Im Juli habe es sogar einen Rekord von 308 Registrierungen für aktive Sterbehilfe gegeben.

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Der Direktor der „Lebensendeklinik“, Steven Pleiter, begründete die Entwicklung damit, dass Hausärzte bei dem Thema zurückhaltender geworden seien. „Sie schicken mehr Patienten zu uns“, sagte er dem niederländischen Sender NOS. Dies könne auch an der rechtlichen Situation liegen. Erstmals musste sich Ende August ein Arzt wegen eines Sterbehilfefalls vor Gericht verantworten.

Zudem änderte die „Lebensendeklinik“ jetzt ihren Namen. Sie heißt seit gestern „Exper­ten­zentrum für aktive Sterbehilfe“ („Expertise Center Euthanasia“). Die vorherige Be­zeichnung sei irreführend gewesen, da es keine Klinik gebe; aktive Sterbehilfe finde bei den Patienten zu Hause statt. © kna/aerzteblatt.de

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