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Ausland

Zehntausende benötigen auf Bahamas nach Hurrikan Hilfe

Donnerstag, 5. September 2019

Hurrikan Dorian hat erhebliche Verwüstungen auf den Bahamas angerichtet. /picture alliance / abaca

New York/Nassau – Nach dem verheerenden Hurrikan „Dorian“ benötigen auf den nördli­chen Inseln der Bahamas nach Angaben der Vereinten Nationen rund 70.000 Menschen dringend Hilfe zum Überleben. Die Abaco-Inseln und Grand Bahama hätten „enorme Ver­wüstung“ erlitten, erklärte UN-Nothilfekoordinator Marc Lowcock gestern telefonisch aus den Bahamas.

Die Bevölkerung brauche ersten Bestandsaufnahmen zufolge dringend Lebensmittel, sau­beres Trinkwasser und Notunterkünfte. Bislang seien die Inseln nur per Hubschrauber zu erreichen, weil die Flughäfen überschwemmt oder beschädigt seien. Auch Verbindungs­straßen auf den Inseln könnten nicht genutzt werden.

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Die Bahamas seien ein relativ wohlhabendes Land, doch angesichts des Ausmaßes der Katastrophe – das fast ein Fünftel der Bevölkerung betreffe – sei auch Hilfe von außen nötig, erklärt Lowcock.

Teile der Inseln sind immer noch von der Außenwelt abgeschnitten, es gibt keine Strom­ver­­sorgung mehr und nur noch stark eingeschränkte Kommunikationsmöglichkeiten. Lowcock erklärte, es sei daher zu befürchten, dass die Zahl der Todesopfer „bedeutend ansteigen“ werde. Die Regierung sprach zuletzt von 20 Toten.

Die US-Küstenwache ist mit acht Helikoptern auf den Inseln südöstlich des US-Bundes­staats Florida im Einsatz. Auch das Rote Kreuz, die Malteser und andere Helfer haben mit Einsätzen begonnen, nachdem der Hurrikan vorgestern Abend in Richtung Florida abge­zogen war.

„Unsere Teams in den USA bereiten sich auf mögliche Krisenszenarien vor, um bei Bedarf die betroffenen Menschen über unsere Netzwerke der katholischen Kirchen zu unterstüt­zen“, sagte Ravi Tripptrap, Leiter von Malteser International Americas.

„Dorian“ traf als Hurrikan der höchsten Kategorie auf die Bahamas und verharrte lange über den nördlichen Inseln. Für die Bahamas war es der stärkste Wirbelsturm seit Beginn der modernen Aufzeichnungen.

© dpa/aerzteblatt.de

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