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Ärztekammer Schleswig-Holstein plädiert für gesundheitliche Regelversorgung Geflüchteter

Donnerstag, 5. September 2019

/dpa

Bad Segeberg – Geflüchtete Menschen sollten in die Normalversorgung überführt wer­den. Dafür hat sich die Ärztekammer Schleswig-Holstein ausgesprochen. Für viele sei das deutsche Gesund­heitssystem schwer zu durchschauen, sagte Kammerpräsident Henrik Herrmann im Vorfeld einer Fachtagung in Kiel zur Gesundheitsversorgung von Geflüchte­ten. Medizin und Teilhabe seien immer mit einer funktionierenden Kommunikation ver­bunden. Hier brauche es Unterstützung und Förderung.

Spätestens mit der hohen Zahl von Menschen, die 2015 und 2016 aus Kriegs- und Krisen­gebieten mit zusammengebrochener gesundheitlicher Infrastruktur nach Deutschland ge­kommen seien, sei die Zahl derer angewachsen, die nicht regulären Anteil am Gesund­heits­sys­tem hätten. „Seit ihrer Ankunft in Deutschland konnten sie oft nur durch das eh­renamtliche Engagement der Ärzteschaft und anderer Gesundheitsfachberufe gesundheit­lich versorgt werden“, betonte Herrmann.

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Er fordert zudem, die psychotherapeutische Versorgung für geflüchtete Menschen auszu­bauen. Wichtig sei außerdem mehr allgemeine gesundheitliche Aufklärung der Geflüchte­ten: „Die Menschen brauchen Gesundheitskompetenzen im präventiven wie krankheitsbe­zogenen Bereich. Hier gilt es, alle zu erreichen, denn alle haben den gleichen Anspruch auf eine hochwertige und präventive Medizin“, so der Kammerpräsident.

Er betonte, die Ärzteschaft habe seit 2015 immer wieder ihr hohes Engagement und eine gut funktionierende intersektorale Zusammenarbeit bewiesen. „Für diesen Einsatz möch­te ich als Präsident der Ärztekammer Schleswig-Holstein nochmals meinen herzlichsten Dank aussprechen“, sagte er an die Adresse der Ärzte gewandt.

Asylsuchende und Geflüchtete haben gemäß Paragraf vier und sechs des Asylbewerber­leis­tungsgesetzes in den ersten 15 Monaten des Aufenthalts in Deutschland nur einen eingeschränkten Anspruch auf gesundheitliche Versorgung. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #550935
Dr. med. Armin Conradt
am Dienstag, 10. September 2019, 06:54

#mednews for all

"Ein eingeschränkter Zugnag auf die Gesundheitsliche Versorgung entspricht nicht dem Grundgesetz.
Aus gutem Grund haben wir einen Sozialstaat."

Den Sozialstaat haben wir nicht mehr lange, wenn wir unser Geld und das unserer Kinder für Leute aus aller Welt verschleudern.
Das Grundgesetz dient als erstes uns Deutschen. Wir haben es geschaffen und wir können und werden es bei Bedarf auch ändern.
Wie heißt es ? Es soll Schaden vom deutschen Volk abwenden.
Asylbewerberleistungsgesetz abschaffen !
Avatar #751684
mednews for all
am Montag, 9. September 2019, 14:18

Regelversorgung muss Pflicht werden auch in den ersten 15 Monaten,

Medizin für Flüchtlinge: Öffnungsklausel nach § 6 Asylbewerberleistungsgesetz mehr nutzen!
Interview mit Oliver Razum und Judith Wenner
https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/html/10.1055/s-0043-103419
Avatar #751684
mednews for all
am Montag, 9. September 2019, 14:11

Regelversorgung muss Pflicht werden auch in den ersten 15 Monaten

Ein eingeschränkter Zugnag auf die Gesundheitsliche Versorgung entspricht nicht dem Grundgesetz.
Aus gutem Grund haben wir einen Sozialstaat.

Zudem führt eine Verzögerung der Versorgung zu neuen Problemen
- höhere Kosten bei Fortschreiten von Krankheiten
- es schränkt die spätere Möglichkeit am Leben teilzunehmen ein


Medizinische Versorgung ist ein wichtiges Grundrecht.
Avatar #563560
Usaeule
am Donnerstag, 5. September 2019, 22:20

Zustimmung

…zu Ihrem Kommentar.Die Frage nach der Bezahlbarkeit muß schon mal gestellt werden! Die Kassen sind schon wieder zunehmend im Minus………
Avatar #550935
Dr. med. Armin Conradt
am Donnerstag, 5. September 2019, 19:45

Eingeschränkter Anspruch...

... auf Gesundheitsleistungen für Immigranten ist geltendes Recht und überdies vollkommen vernünftig.
Wer wie die Ärztekammer SH, die Grünen und die Kommunisten die gesundheitliche Vollversorgung analog der der GKV Versicherten fordert, muß die Frage beantworten, wer das alles bezahlen soll. Die steuerzahlenden Arbeitnehmer und Arbeitgeber ? Die GKV- Beitragszahler ? Deutschland ist kein Sozial- Schlaraffenland. Hinter jedem Euro steht harte Arbeit.
Die Hilfsbereitschaft für "Flüchtlinge" darf nicht grenzenlos sein, sonst wird die Steuer-, die Asyl- und die Arbeitsbereitschaft unseres Landes und der gesellschaftliche Zusammenhalt zerstört.
LNS

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