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Politik

Beitragsbemessungs­grenzen sollen deutlich ansteigen

Freitag, 6. September 2019

/fotomek, stockadobecom

Berlin – Gutverdiener müssen sich im kommenden Jahr auf Mehrbelastungen bei den Sozialabgaben einstellen. Das geht aus dem Referentenentwurf zur Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung 2020 hervor, den das Bundesarbeitsministerium heute ver­öffentlichte. Demnach sollen die Beitragsbemessungsgrenzen für die Sozialversiche­rungen angehoben werden. Die Verordnung muss von der Bundesregierung beschlossen werden.

Die Beitragsbemessungsgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung und in der Arbeitslosenversicherung sollen dem Entwurf zufolge auf monatlich 6.900 Euro (West) beziehungsweise 6.450 Euro (Ost) steigen. Bisher lagen sie bei 6.700 Euro in den alten sowie 6.150 Euro in den neuen Bundesländern. Die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung soll dem Bericht zufolge zu Jahresbeginn 2020 auf bundeseinheitlich 4.687,50 Euro steigen. Bisher lag sie bei 4.537,50 Euro.

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Für gut verdienende Arbeitnehmer bleibt damit netto weniger übrig, weil sie auf einen größeren Teil ihres Einkommens Sozialbeiträge zahlen müssen. Die Versicherungspflicht­grenze soll dem Bericht zufolge im kommenden Jahr auf 62.550 Euro Jahreseinkommen steigen. In diesem Jahr liegt sie noch bei 60.750 Euro. Wer mit seinem Einkommen über dieser Grenze liegt, kann sich bei einer privaten Krankenversicherung versichern.

Die Rechengrößen werden alljährlich an die Lohnentwicklung des zurückliegenden Jahres angepasst – nach einer feststehenden Formel. Für 2018 berücksichtigt das Bundesar­beits­ministerium ein Lohnplus von 3,06 Prozent in Westdeutschland, für die neuen Län­der einen Zuwachs von 3,38 Prozent. Über die geplante Anhebung der Bemessungsgren­zen hatte zuerst das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet. © afp/aerzteblatt.de

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Avatar #786428
don norberto
am Sonntag, 8. September 2019, 12:33

Beitragsbemessungsgrenzen

Beitragsbemessungsgrenzen total abschaffen, wieso können sich Besserverdienende und Selbständige aus dem allgemeinen Sozialsytem ausklinken ???
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