NewsAuslandFrankreich untersucht Bleirisiko nach Brand in Notre-Dame
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Frankreich untersucht Bleirisiko nach Brand in Notre-Dame

Freitag, 6. September 2019

/picture alliance, AP Photo

Paris – Fast fünf Monate nach dem Brand der Pariser Kathedrale Notre-Dame soll die französische Gesundheitsbehörde die Risiken durch Bleistaub abschätzen. Die Behörde Anses solle feststellen, wie stark die Menschen Bleipartikeln ausgesetzt sind, die der Wind bei dem Feuer Mitte April weit über das Kirchengelände hinaus verstreut hatte, teilte das Gesundheitsministerium heute mit.

Bislang sei das Risiko schwer einzuschätzen, da es keine Vorschriften über eine maximal erlaubte Menge an Bleistaub im öffentlichen Bereich gebe, erklärte das Ministerium. Es gehe vor allem darum, „Risikogruppen wie Kinder oder schwangere Frauen“ zu schützen. Dazu zählten auch Arbeiter, die sich über längere Zeit im Freien aufhalten.

Anzeige

Der auf dem Pariser Asphalt gefundene Bleistaub könnte nicht nur auf das Feuer zurück­zuführen sein, betonte das Ministerium. Deshalb müsse Anses auch überprüfen, wie viel Blei etwa in alten Häusern verbaut wurde oder bis zum Jahr 2000 in Benzin enthalten war.

Bei dem Brand im April waren das Dach und der Spitzturm der gotischen Kathedrale zerstört worden. Hunderte Tonnen hochgiftiges Blei, die dort verbaut worden waren, schmolzen in der Hitze.

Mehrere Schulen nahe Notre-Dame wurden vorübergehend geschlossen. Bei drei Schul­kindern wurde bei Bluttests ein erhöhtes Bleivorkommen festgestellt. Ob dies mit dem Brand der Kathedrale zusammenhängt, ist jedoch unklar. © afp/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER