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Politik

Kappert-Gonther und Özdemir wollen Fraktionsvorsitzende der Grünen werden

Montag, 9. September 2019

Kirsten Kappert-Gonther und Cem Özdemir, beide Bundestagsabgeordnete der Grünen, wollen Fraktionschefs der Grünen im Bundestag werden. /picture alliance, Michael Kappeler

Berlin – Die Grünen-Gesundheitspolitikerin und Fachärztin für Psychiatrie und Psychothe­ra­pie, Kirsten Kappert-Gonther, will sich gemeinsam mit Ex-Parteichef Cem Özdemir um den Fraktionsvorsitz der Grünen im Bundestag bewerben. Das gab das Duo am Wo­chen­ende bekannt.

Kappert-Gonther ist Sprecherin der Grünen-Fraktion für Drogenpolitik und Gesundheits­för­derung. Nach ihrer Tätigkeit als Ärztin war sie 2011 in die Bremische Bürgerschaft ein­ge­zogen, seit 2017 sitzt sie im Bundestag. Dort ist die 52-Jährige Grünen-Obfrau im Ge­sund­heitsausschuss.

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Özdemir war bis Januar 2018 Bundesvorsitzender der Grünen und hatte seine Partei als Spitzenkandidat an der Seite von Göring-Eckardt in die Bundestagswahl 2017 geführt. Derzeit ist er Vorsitzender des Verkehrsausschusses des Bundestages.

„Wir sind überzeugt davon, dass ein fairer Wettbewerb der Fraktion gut tut – nach außen und nach innen“, heißt es in dem Bewerbungsschreiben. Das Duo fordert damit die amtie­renden Fraktionsvorsitzenden Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter bei der Wahl am 24. September heraus.

Özdemir und Kappert-Gonther schrieben an die Grünen-Bundestagsfraktion, die Hoffnun­gen für einen politischen Aufbruch lägen „zu Recht maßgeblich bei uns Grünen“ – daher trage die Fraktion auch eine „sehr hohe Verantwortung“, die das Kandidatenduo „mit Euch zusammen“ annehmen wolle.

Ausdrücklich stellten Özdemir und Kappert-Gonther nicht die Parteivorsitzenden Annale­na Baerbock und Robert Habeck infrage. „Wir streben keine Spitzenkandidatur im nächs­ten Bundestagswahlkampf an“, betonten sie. Es gehe ihnen um die „beste Aufstellung als Fraktion“. Offiziell gibt es noch keine Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl, doch dürften das Baerbock und Habeck übernehmen.

Hofreiter und Göring-Eckardt hoben in einer ersten Reaktion hervor, sie wollten ihre Ar­beit an der Fraktionsspitze fortführen. Mit Blick auf die Mitbewerber fügte sie hinzu: „Auswahl ist immer gut.“ © afp/aerzteblatt.de

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