NewsÄrzteschaftHenke bleibt Präsident der Ärztekammer Nordrhein
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Henke bleibt Präsident der Ärztekammer Nordrhein

Montag, 9. September 2019

Rudolf Henke /picture alliance, Robert Schlesinger

Düsseldorf – Die Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein (ÄKNO) hat in ihrer konstituierenden und ersten Sitzung Rudolf Henke für weitere fünf Jahre zum Präsidenten der ÄKNO gewählt. Das Mitglied der Fraktion Marburger Bund (MB) war als einziger Kan­didat für die Wahl des Kammerpräsidenten vorgeschlagen worden und konnte 94 Stimm­en auf sich vereinigen. Fünf Mitglieder des neuen Ärzteparlaments stimmten gegen ihn, zehn enthielten sich.

Der 65-jährige Facharzt für Innere Medizin aus Aachen hatte vor seiner Wahl erklärt, sich für den Erhalt der ärztlichen Freiberuflichkeit einsetzen zu wollen. „Diese Freiberuflich­keit, dass wir Ärzte fachliche Entscheidungen treffen, sehen wir als ethische Verpflich­tung gegenüber unseren Patienten an, die wir vor Attacken und Angriffen von außen ver­teidigen müssen.“ Das sei der Kern der Karmmerarbeit.

Anzeige

Die Arbeit der Kammer ist nach Ansicht Henkes unersetzlich, denn Ärzte seien heute immer stärker durch die Bedingungen, in denen Menschen leben, herausgefordert. Dieser Herausforderung und dieser Arbeit wolle er sich stellen und daher trete er für eine dritte Amtszeit an. Henke, der auch der CDU-Bundestagsfraktion angehört und Bundesvorsit­zen­der des Marburger Bundes ist, steht seit 2011 an der Spitze der ÄKNO.

Im Amt des Vizepräsidenten bestätigt wurde Bernd Zimmer von der Fraktion VoxMed. Der 63-jährige Allgemeinmediziner aus Wuppertal konnte 100 Stimmen auf sich vereinigen. Vier Mitglieder der Kammerversammlung stimmten gegen ihn, fünf enthielten sich.

Ähnlich wie Henke sprach sich auch Zimmer dafür aus, sich für den Erhalt der ärztlichen Freiberuflichkeit einsetzen zu wollen. „Ich glaube, dass wir das schaffen können. Mein Können, Wissen und Wollen möchte ich dafür gerne einbringen.“ Zimmer ist seit 2009 Vizepräsident der mit 62.500 Mitgliedern bundesweit drittgrößten Ärztekammer.

Erste Beschlüsse gefasst

Nahezu einstimmig verabschiedet hat das Ärzteparlament eine Resolution, in der die Kammerversammlung vor einem Diktat der Ökonomie in der Medizin warnt. Der enorme Zeitdruck und die mehr und mehr geschäftsmäßig geprägten Entscheidungen im statio­nä­ren wie auch im ambulanten Sektor führten dazu, dass Ärzte zunehmend in ein Spannungs­feld zwischen ihrem Berufsethos und ökonomischen Zwängen gerieten.

Das könne zu einem Vertrauensverlust der Patienten führen. Auf Seiten der Ärzte trage diese Entwicklung zu einer wachsenden Berufsunzufriedenheit und zu stärkeren gesund­heitlichen Belastungen bei, sodass häufig sogar der Rückzug aus dem Beruf drohe.

Die Kammerversammlung fordert daher, die Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen wieder stärker am Patientenwohl auszurichten. Dabei sieht sie eine grundlegende Reform des DRG-Systems, eine auskömmliche Finanzierung der Krankenhäuser durch die Bundes­länder und wirksame gesetzliche Regelungen zur Eindämmung von Konzernbildung in der ambulanten Versorgung als vordringlichste Maßnahmen an. Außerdem müsse die Finan­zierung der ambulanten Versorgung den erbrachten Leistungen und dem Investi­tionsbedarf gerecht werden. © ts/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

1. August 2019
Düsseldorf/Münster – Die Ärztekammern in Nordrhein-Westfalen (NRW) haben sich dem Beirat des Netzwerks Organspende NRW angeschlossen. Das Netzwerk ist ein Zusammenschluss von Selbsthilfeorganisationen
Ärztekammern in Nordrhein-Westfalen treten Beirat des Netzwerks Organspende bei
25. März 2019
Düsseldorf – Die rheinische Ärzteschaft wehrt sich gegen das geplante Ärzteregister, das für das neue Entlassmanagement aus der Klinik entstehen soll. „Die Führung von Ärzteverzeichnissen ist im
Ärztekammer Nordrhein wehrt sich gegen Doppelstrukturen beim Entlassmanagement
12. März 2018
Düsseldorf – Die Große Koalition aus Union und SPD hat angekündigt, die Finanzierung von Personalkosten im Krankenhaus neu zu ordnen. Dabei müssen nicht nur die Pflegekosten, sondern auch die
Personalkosten für Ärzte sollten aus DRG-System gestrichen werden
12. März 2018
Düsseldorf – Die Ärzte im Rheinland fordern Politik und Gesellschaft auf, mehr zu tun, um Ärzte, Pflegepersonal und Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst vor Gewalt zu schützen. Eine
Ärztekammer Nordrhein will besseren Schutz für medizinisches Personal
20. März 2017
Düsseldorf – Die bevorstehenden Wahlen zum nordrhein-westfälischen Landtag am 14. Mai und zum Bundestag am 24. September dieses Jahres haben die Sitzung der Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein
Ärztekammer Nordrhein fasst Grundsatzbeschlüsse
21. November 2016
Düsseldorf – Die Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein hat die Bundesregierung aufgefordert, die Servicestellen zur Vermittlung von Facharztterminen an gesetzliche Krankenversicherte wieder
Ärztekammer Nordrhein plädiert für Abschaffung der Terminservicestellen
28. September 2015
Düsseldorf – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein ist bei der Neustrukturierung des ambulanten Notdienstes einen Schritt weitergekommen. Die Delegierten der KV-Ver­tre­ter­ver­samm­lung stimmten
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER