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Ausland

Malta übernimmt weitere Migranten von der „Alan Kurdi“

Montag, 9. September 2019

/picture alliance, Pavel D. Vitko, Sea Eye

Valletta – Malta hat nach tagelanger Blockade weitere Migranten von Bord des Rettungs­schiffes „Alan Kurdi“ geholt. Die Armee habe in der Nacht drei Menschen von dem Schiff der deutschen Hilfsorganisation Sea-Eye aufgenommen, sagte eine Sprecherin der Streit­kräfte.

Sea-Eye sprach bei der Evakuierung von „kritischen Notfälle“. Nun sind noch fünf Migran­­­ten auf der „Alan Kurdi“, die vor rund zehn Tagen 13 Menschen gerettet hatte. Sea-Eye-Sprecher Gorden Isler machte der maltesischen Regierung schwere Vorwürfe. „Die Unver­sehrtheit von 20 Crewmitgliedern und 13 geretteten Personen wurde leichtfertig und dauerhaft riskiert“, sagte er.

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Mehrere Menschen sind in den vergangenen Tagen an Land gebracht worden, weil sie sich nach Angaben der NGO Suizid begehen wollten. Das Schiff darf aber nicht anlegen. Malta hatte zuvor auch andere NGO-Schiffe tagelang blockiert.

Indessen nahm das Rettungsschiff „Ocean Viking“ der Hilfsorganisationen Ärzte ohne Gren­zen und SOS Méditerranée vor der Küste Libyens 50 Migranten auf, darunter zwölf Minder­jährige und eine schwangere Frau. Ihr Boot sei in internationalen Gewässern in Seenot ge­raten, teilten die Betreiber mit. Die Rettung habe fast drei Stunden gedauert. © dpa/aerzteblatt.de

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