NewsAuslandBahamas beklagen weitere Opfer nach Hurrikan
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Bahamas beklagen weitere Opfer nach Hurrikan

Montag, 9. September 2019

/ANP

Washington/Miami – Die Folgen von Hurrikan „Dorian“ werden die Bahamas noch lange beschäftigen. In dem karibischen Inselstaat, wo der Wirbelsturm vor etwa einer Woche zuerst Land erreicht hatte, stieg die Zahl der Todesopfer erneut deutlich.

Premierminister Hubert Minnis teilte nach einem Bericht der Zeitung The Tribune mit, dass mindestens 43 Menschen ums Leben gekommen sind. Zuvor waren 30 Tote be­stä­tigt worden. Die Regierung der Bahamas ging davon aus, dass die Zahl noch erheblich stei­gen werde. Hunderte Menschen gel­ten noch als vermisst.

Anzeige

Seit dem Wochenende beteiligt sich auch die Bundeswehr an einem Hilfseinsatz in der Karibik. 70 deutsche Soldaten an Bord des niederländischen Marineschiffs „Johan de Witt“ sollen humanitäre Hilfe auf den Bahamas leisten, wie die Bundeswehr mitteilte. Das Hauptaugenmerk liege auf der Versorgung der Bevölkerung „mit Nahrungsmitteln, Trink­wasser und Medikamenten sowie der Herstellung eines Lagebildes bezüglich entstande­ner Schäden an der Infrastruktur“.

Ursprünglich sollten die deutschen Soldaten in den kommenden Wochen mit der nieder­ländischen Besatzung des Schiffs an einem Marinemanöver in der Karibik teilnehmen. Nach Angaben der Bundeswehr entschied die niederländische Regierung „aufgrund der aktuellen Notlage auf den Bahamas“ kurzfristig, die „Johan de Witt“ in das Katastrophen­gebiet zu verlegen.

„Dorian“ hatte die nördlichen Inseln der Bahamas gestern vor einer Woche als Hurrikan der kraftvollsten Kategorie getroffen und war erst am vergangenen Mittwoch komplett über den Karibikstaat hinweggezogen. Er hinterließ eine Schneise der Verwüstung auf der Inselgruppe. Angesichts der Zerstörung konnten Helfer nur nach und nach in die betroffe­nen Gebiete vorrücken.

Nach Angaben der Vereinten Nationen brauchen mindestens 70.000 Menschen auf der zwischen Kuba und Florida gelegenen Inselgruppe dringend Hilfe. Die UNO will in den nächsten Monaten 85 Tonnen Lebensmittel auf die Bahamas liefern. Die EU stellte eine Soforthilfe in Höhe von 500.000 Euro für den Inselstaat bereit. Damit sollten Unterkünfte, Wasser, Hygieneartikel und Lebensmittel zur Verfügung gestellt werden, sagte eine Spre­cherin der EU-Kommission. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

19. September 2019
Leipzig – Rund die Hälfte der Flüchtlinge zeigt kurz nach Ankunft in Deutschland deutliche Zeichen einer psychischen Störung oder Belastung. Das ist das Ergebnis einer Studie Universitätsmedizin
Jeder zweite Geflüchtete ist psychisch belastet
18. September 2019
Brüssel – Im Kampf gegen die Ebola-Epidemie unterstützt die EU-Kommission den Kongo mit weiteren Hilfsmitteln. Knapp 30 Millionen Euro werden in das ostafrikanische Land fließen, wie die Brüsseler
EU unterstützt Kampf gegen Ebola mit weiteren Millionen
18. September 2019
Berlin – Soziale Ungleichheit gefährdet der Entwicklungsorganisation Oxfam zufolge die Bildungsziele der UNO. In armen Ländern sei die Chance, dass ein Kind aus einer armen Familie die Sekundarschule
Soziale Ungleichheit gefährdet Bildungsziele der UNO
17. September 2019
Genf – Die humanitäre Hilfe steht angesichts neuartiger und längerer Konflikte sowie angesichts des Klimawandels vor immer größeren Herausforderungen. Das sagte der Präsident des Internationalen
Klimawandel und neue Konflikte fordern Helfer heraus
17. September 2019
New York – Diskriminierung und Ungleichheit weltweit gefährden nach Ansicht von Microsoft-Gründer Bill Gates (63) den Kampf gegen Krankheiten und Armut. „Wo man geboren wird und welches Geschlecht man
Weltweite Ungleichheit gefährdet Kampf gegen Armut
16. September 2019
New York – UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat eine interne Kommission zur Untersuchung von Bombardements auf Krankenhäuser im Bürgerkriegsland Syrien eingesetzt. Wie die UNO in New York
Guterres lässt Bombardements auf syrische Krankenhäuser untersuchen
16. September 2019
Rom – In Abstimmung mit den italienischen Behörden hat das Rettungsschiff „Ocean Viking“ 82 Bootsflüchtlinge zum Hafen der Insel Lampedusa gebracht. Die Ausschiffung mit Booten der Küstenwache begann
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Archiv

NEWSLETTER