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Politik

Breites Bündnis fordert mehr Investitionen in die Berliner Krankenhäuser

Montag, 9. September 2019

/dpa

Berlin – Ärzte, Patienten, Pflegeverbände, Gewerkschaften und Krankenkassen haben in einem Brief an die Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses appelliert, mehr Geld in die Krankenhäuser der Stadt zu investieren. Die Berliner Krankenhäuser benötigten da­nach allein für den Erhalt des Bestandes rund 250 Millionen Euro pro Jahr.

Die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung habe im Haushaltsent­wurf für 2020 aber nur eine Erhöhung der Investitionspauschale auf 175 Millionen Euro und in 2021 auf 200 Millionen Euro geplant. Damit sei es kaum möglich den Bestand zu erhalten oder gar, diesen auszubauen – was aber nötig sei.

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„Berlin wächst jedes Jahr in der Größenordnung einer mittleren Stadt. Damit wachsen auch die Anforderungen und Bedarfe an Kran­ken­haus­struk­tu­ren. Darüber hinaus wollen Berliner Patienten an den neuen Versorgungsmöglichkeiten durch den digitalen Wandel in der Medizin partizipieren“, sagte Marc Schreiner, Geschäftsführer der Berliner Kranken­hausgesellschaft (BKG).

Außerdem sei es nötig, die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter in den Kliniken zu verbessern und genügend neue Fachkräfte auszubilden. „Wer wachsen will, wer den digi­talen Wandel mitgestalten möchte und wer bessere Arbeitsbedingungen schaffen möchte, der muss investieren“, fordert der BKG-Geschäftsführer.

Die BKG hat in einer Erhebung den Investitionsbedarf ermittelt. An Baumaßnahmen und Anschaffung aufwendiger Geräte haben die Krankenhäuser dabei Projekte im Umfang von 3,5 Milliarden Euro zusammengetragen.

„Eine Förderung in dieser Größenordnung ist kein Wunschkonzert der Krankenhäuser, sondern der nachgewiesene Umfang für diesen gesetzlichen Anspruch, den die Kranken­häuser gegenüber dem Land Berlin haben“, so Schreiner. Zusammen mit den anderen Verbänden des Bündnisses fordert er daher eine Investitionsoffensive für die Berliner Kliniken.

„Berlin ist eine wachsende Stadt. Das freut uns, diese Tatsache beinhaltet aber auch die Verpflichtung aller Verantwortlichen, die gesundheitliche Versorgung in der Hauptstadt sicherzustellen“, sagte auch Günther Jonitz, Präsident der Ärztekammer Berlin.

Dazu gehörten gut funktionierende Krankenhäuser, die man aber nur mit einer soliden und dauerhaft belastbaren Finanzierung bekommen werde. „Investitionen in Krankenhäu­ser sind Investitionen für Menschen. Daher brauchen wir die Berliner Klinik-Offensive“, so Jonitz. © hil/aerzteblatt.de

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