NewsPolitikRheinland-Pfalz will Sicherstellungs­zuschläge für Krankenhäuser ausweiten
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Rheinland-Pfalz will Sicherstellungs­zuschläge für Krankenhäuser ausweiten

Dienstag, 10. September 2019

/Olena Bloshchynska, stockadobecom

Mainz – Neben kleineren Krankenhäusern, die nach bundesweit festgelegten Regeln mit Sicher­stellungszuschlägen bedacht werden, können voraussichtlich weitere Kliniken in Rheinland-Pfalz ab 2020 Un­terstützungsleistungen erhalten.

Der Bund hatte die Länder ermächtigt, eigene Vorgaben für Sicherstellungszuschläge aus­zu­arbeiten. Rheinland-Pfalz wolle davon Gebrauch machen, teilte das Gesundheits­minis­terium in Mainz mit. Zuvor hatte die Rhein-Zeitung berichtet.

Anzeige

Konkret haben in Rheinland-Pfalz derzeit sieben Krankenhäuser ab 2020 Anspruch auf einen Sicherstellungszuschlag. Sie erhalten jährlich 400.000 Euro, auch ohne Defizit in der Bilanz, wie das Mainzer Ministe­rium mitteilte.

Die sieben Häuser gehören zu einer deutschlandweiten Liste mit insge­samt 120 Kranken­häusern. Eine bundeseinheitliche Vorgabe ist zum Beispiel, dass im Versorgungs­ge­biet einer Klinik we­niger als 100 Einwohner auf einen Quadratkilometer kommen.

Diese Vorgabe könnte nun in Rheinland-Pfalz verändert werden, sodass mehr Kranken­häuser darunter fallen. Derzeit wird aber noch verhandelt. Der Rhein-Zeitung zufolge könnten dadurch sieben weitere Kliniken im Land bedacht werden.

Der auf Landeskriterien basierende Zuschlag soll – anders als bundesweit – jährlich neu und individuell zwischen Krankenhaus und Krankenkassen vereinbart werden. Mehrkos­ten sollen nicht von den Kassen zusätzlich, sondern von allen Krankenhäusern solidarisch finanziert werden. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

18. September 2020
Berlin – Der Bundesrechnungshof (BRH) hat in einem Bericht eine Reform der Krankenhausplanung angemahnt. Dabei hat er kritisiert, dass die Bundesländer ihrer Verpflichtung zur Übernahme der
Bundesrechnungshof fordert Reform der Krankenhausplanung
18. September 2020
Berlin – Mehr Pflegestudienplätze, ein bedarfsgerechtes Personalbemessungsinstrument und ein Digitalisierungszuschlag – der Deutsche Evangelische Krankenhausverband (DEKV) hat in einem jetzt
Evangelische Kliniken fordern Digitalisierungszuschlag
18. September 2020
Berlin – Der Bundestag hat heute das Krankenhauszukunftsgesetz mit den Stimmen der Union, der SPD und der FDP verabschiedet. Während sich die Grünen und die Linken enthielten, lehnte die AfD das
Bundestag verabschiedet Krankenhauszukunftsgesetz
17. September 2020
Berlin – Vertreter von Krankenhäusern und Krankenkassen haben den respektvollen Umgang miteinander herausgestellt, den beide Seiten während der Coronapandemie an den Tag gelegt hätten – zum Beispiel
Krankenhäuser und Krankenkassen loben respektvollen Umgang miteinander
17. September 2020
Berlin – Die Ge­sund­heits­mi­nis­terin des Landes Brandenburg, Ursula Nonnemacher (Die Grünen), hat zu strikte Qualitätsvorgaben im Gesundheitswesen kritisiert. „Qualitätsvorgaben wie Mindestmengen haben
Nonnemacher kritisiert zu strikte Qualitätsvorgaben
17. September 2020
Berlin – Der Marburger Bund (MB) hat eine umfassende Krankenhausreform gefordert, die eine Neuordnung der Krankenhausplanung sowie der Krankenhausfinanzierung beinhaltet. „Die bedarfsgerechte
Marburger Bund fordert große Krankenhausreform
16. September 2020
Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat erklärt, dass er für diese Legislaturperiode keine große Krankenhausreform mehr plant. „Eigentlich hatte ich mir für 2020 eine Krankenhausreform
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER