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Ausland

Inzwischen 50 Tote auf Bahamas nach Hurrikan „Dorian“

Dienstag, 10. September 2019

/picture alliance, newscom

Nassau – Mehr als eine Woche nach Ankunft von Hurrikan „Dorian“ auf den Bahamas steigt die Zahl der Todesopfer dort weiter an. Sie lag gestern Abend bei 50 Menschen, wie die Polizei mitteilte. Es werde davon ausgegangen, dass bei den Such- und Bergungs­ein­sät­zen weitere Tote entdeckt würden. Zahlreiche Menschen würden noch vermisst.

Nach Angaben des UN-Welternährungsprogramms (WFP) hat die Regierung mit Militär- und Zivilflugzeugen sowie Schiffen etwa 5.000 Menschen von den am schlimmsten be­troffenen Inseln im Norden des Karibikstaates umgesiedelt. Auf den Abaco-Inseln seien 90 Prozent der Häuser und Infrastruktur beschädigt oder zerstört, die meisten Häuser hätten keinen Strom.

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Das WFP habe in Marsh Harbour auf den Abaco-Inseln unter anderem Generatoren und Satelliten für Kommunikation installiert, wie ein Sprecher in Genf sagte. Zwei Schiffe hätten bereits 13.800 Fertigmahlzeiten angeliefert.

Viele der Geretteten wurden auf die bevölkerungsreichste Insel New Providence gebracht, einige in die USA. Allerdings mussten vorgestern 119 Menschen eine Fähre in den US-Bundesstaat Florida wegen fehlender US-Visa in der bahamaischen Stadt Freeport wieder verlassen.

Bürger der Bahamas dürfen ohne Visum in die USA einreisen, wenn sie einen Reisepass und ein polizeiliches Führungszeugnis vorzeigen. Freeport, die größte Stadt der Insel Grand Bahama, liegt nur etwa 90 Kilometer von der Küste Floridas entfernt.

„Dorian“ hatte am 1. September die Abaco-Inseln als Hurrikan der höchsten Kategorie ge­troffen und war später über Grand Bahama beinahe zum Stillstand gekommen. Erst am vergangenen Mittwoch war der Wirbelsturm komplett über die Inselgruppe hinweggezo­gen.

Der bahamaische Gesundheitsminister Duane Sands sagte im Rundfunk, er glaube, die endgültige Zahl der Todesopfer werde „überwältigend“ sein. Angesichts der Zerstörung konnten Helfer nur nach und nach in die betroffenen Gebiete vorrücken. © dpa/aerzteblatt.de

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