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Ausland

„Ocean Viking“ nimmt weitere Migranten auf

Dienstag, 10. September 2019

/picture alliance, Renata Brito, AP

Rom – Das Rettungsschiff „Ocean Viking“ hat weitere Migranten auf dem Mittelmeer auf­ge­nommen. In der Nacht seien bei schlechtem Wetter 34 Menschen von dem Segelboot „Josefa“ gerettet worden, teilten die Hilfsorganisationen Ärzte ohne Grenzen und SOS Méditerranée mit.

Die Situation auf dem Boot sei ein Notfall gewesen. Eine Schwangere und ein einjähriges Kind seien unter den Geborgenen. Damit sind nun mehr als 80 Migranten auf dem Schiff – vorgestern hatte die „Ocean Viking“ 50 Menschen aufgenommen. Eine Erlaubnis für eine Hafeneinfahrt in Italien oder Malta gibt es bisher nicht.

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Für die „Alan Kurdi“ der deutschen Hilfsorganisation Sea-Eye gibt es unterdessen nach tagelanger Blockade auf dem Mittelmeer eine Lösung. Zwei EU-Länder hätten sich zur Aufnahme der fünf verbleibenden Migranten bereit erklärt, teilte die maltesische Re­gie­rung mit. Die Migranten sollten nicht in Malta bleiben. Welche Staaten die Menschen übernehmen, blieb zunächst unklar.

Auf der Suche nach einer Lösung, wie Bootsflüchtlinge innerhalb der EU verteilt werden sollen, könnte es demnächst Fortschritte geben. Am 23. September hat Malta Vertreter Deutschlands, Frankreichs, Italiens, des EU-Ratsvorsitzenden Finnland sowie der EU-Kommission in die maltesische Stadt Vittoriosa eingeladen, wie eine Sprecherin des maltesischen Innenministeriums bestätigte.

Das ursprünglich für den 19. September vorgesehene Treffen hatte zunächst wegen Terminproblemen verschoben werden müssen.

Die Übergangsregelung soll verhindern, dass Italien und Malta Schiffen mit geretteten Migranten an Bord weiter die Einfahrt in ihre Häfen versagen. Beide Länder hatten dies zuletzt mehrfach getan und gefordert, dass andere EU-Staaten vorher zusagen, alle Migranten an Bord der Schiffe aufzunehmen. Die Menschen mussten daraufhin oft für mehrere Wochen auf den Schiffen ausharren. © dpa/aerzteblatt.de

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