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Ärztekammer Bremen beschließt neue Weiterbildungs­ordnung

Dienstag, 10. September 2019

/dpa

Bremen – Die Delegiertenversammlung der Ärztekammer Bremen hat gestern eine neue Weiter­bildungs­ordnung (WBO) für Bremen beschlossen. Sie soll zum 1. Juli 2020 in Kraft treten. Der Beschluss setzt weitgehend die im November 2018 vom Vorstand der Bundes­ärzte­kammer verabschiedete Novelle der Muster-Weiter­bildungs­ordnung (MWBO) um.

Damit sollen Ärzte in Weiterbildung möglichst reibungslos das Bundesland wechseln können, ohne dass sie zusätzliche Vorgaben für ihre woanders begonnene Weiterbildung erfüllen müssten, hieß es.

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Mit der Novelle ebnen die Delegierten auch den Weg für die Digitalisierung der Weiter­bil­dung. So soll die Antragsbearbeitung mit Inkrafttreten der Novelle elektronisch mög­lich sein – und dabei die ebenfalls in der WBO vorgesehene elektronische Dokumen­ta­tion der Wei­ter­bildung im sogenannten E-Logbuch einbezogen werden.

In einigen Punkten wichen die Delegierten dennoch von der MWBO ab. Wie die Kammer bekanntgab wurde die Zusatzbezeichnung Homöopathie gestrichen, „da wissenschaft­li­che Nachweise ihrer Wirksamkeit fehlen“. In der Weiterbildung Allgemeinmedizin ermög­lichten die Delegierten im Unterschied zur MWBO hausärztlich tätigen Internisten, sich auch künftig an der Weiterbildung in der ambulanten hausärztlichen Versorgung im Ge­biet Allgemeinmedizin zu beteiligen.

Die WBO regelt das Erlernen spezieller ärztlicher Fähigkeiten und Fertigkeiten nach ab­geschlossenem Studium der Humanmedizin und Erteilung der Erlaubnis, die ärztliche Tätigkeit auszuüben. Die in der Ausbildung geprägten ärztlichen Kompetenzen und Hal­tungen werden während der Weiterbildung vertieft. © EB/aerzteblatt.de

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Avatar #787591
M.Klünder
am Montag, 16. September 2019, 02:04

M.Klünder

Hallo Herr Bertelsen,

soviel Häme. Drei Kommentare innerhalb einer Stunde???
Schauen sie doch einmal die Studienlage zur Homöopathie bei der WisHom bei den ärztlich homöopathischen Kollegen. Machen sie sich ein Bild.
Und wenn sie der Meinung sind, das bestimmte Therapien nicht weiter gelehrt oder bezahlt werden sollte , weil der angebliche Nachweis fehlt.
Denn gehen sie doch mit guten Beispiel voran und streichen sie komplett die Kieferorthopädie. Die Krankenkassen wenden laut BRH pro Jahr mehr als eine Milliarde Euro für kieferorthopädische Behandlungen auf, obwohl deren medizinischer Nutzen den Rechnungsprüfern zufolge „nur unzureichend erforscht“ sei. Dem Gesundheits­ministerium und den Krankenkassen fehlten wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse über Wirkung und Nutzen kieferorthopädischer Behandlungen. Zudem hätten sie keinen Überblick, mit welchen kieferorthopädischen Leistungen die Bevölkerung konkret versorgt werde.

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/94688/Bundesrechnungshof-kritisiert-Kosten-fuer-kieferorthopaedische-Behandlungen

Beste Grüße M. Klünder
Avatar #751406
Dr. Hans-Werner Bertelsen
am Dienstag, 10. September 2019, 16:50

Sehr gut!

Die Deutsche Homöopathie ist am 10.9.19 plötzlich und erwartet in Bremen verstorben.
Wir trauern nicht - wir hoffen, dass andere Ärztekammern dem Bremer Beispiel folgen werden.

Avatar #751406
Dr. Hans-Werner Bertelsen
am Dienstag, 10. September 2019, 16:48

Sehr gut!

Die Homöopathie wird ersatzlos gestrichen. Bremen setzt Maßstäbe! Wir freuen uns sehr über diese patientenfreundliche Entscheidung.
Avatar #751406
Dr. Hans-Werner Bertelsen
am Dienstag, 10. September 2019, 16:04

Sehr gut!

Die Homöopathie wird ersatzlos gestrichen. Bremen setzt Maßstäbe! Wir freuen sehr uns über diese patientenfreundliche Entscheidung.
LNS

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