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Krankenpfleger unter Mordverdacht war in Frankfurt-Höchst beschäftigt

Dienstag, 10. September 2019

Frankfurt/Main/Saarbrücken – Der unter Mordverdacht stehende Krankenpfleger aus dem Saarland hat auch am Klinikum in Frankfurt-Höchst gearbeitet. Der Mann sei von April bis September 2014 angestellt gewesen, teilte eine Sprecherin der Klinik heute mit. „Er wur­de allerdings aufgrund erheblicher Ausfallzeiten noch innerhalb der Probezeit gekündigt.“

Zuvor hatte der Hessische Rundfunk berichtet. Die Klinik sei bereits 2016 von den Ermitt­lungsbehörden kontaktiert worden. „Uns liegen derzeit keine Erkenntnisse über Auffällig­keiten vor. Wir arbeiten eng mit den ermittelnden Behörden zusammen“, hieß es weiter. Die Staatsanwaltschaft in Frankfurt wollte keine Details bekannt geben. „Wir stehen am Anfang der Ermittlungen“, sagte eine Sprecherin.

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken hatte Ende August von Ermittlungen gegen einen 27-Jährigen wegen Verdachts auf fünffachen Mord und zweifachen Mordversuch berichtet. Die Taten sollen sich zwischen März 2015 und März 2016 im Saarland ereignet haben. In dieser Zeit sei der Pfleger in der SHG-Klinik Völklingen beschäftigt gewesen.

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Er soll Patienten nicht verordnete Notfallmedikamente gegeben haben, um sie in Lebens­gefahr zu bringen. Anschließend habe er versucht, sie zu reanimieren. Die Staatsan­walt­schaft in Saarbrücken hatte damals mitgeteilt, dass der Krankenpfleger zuvor auch in Kliniken in Frankfurt und Wiesbaden gearbeitet hatte.

In Wiesbaden war er ab September 2014 kurzzeitig im St. Josefs-Hospital beschäftigt. „Während seiner Tätigkeit hatte er erhebliche Ausfallzeiten, so dass er tatsächlich nur an 33 Tagen im Dienst war“, sagte eine Sprecherin der Klinik. Ab Anfang November sei er dann gar nicht mehr zum Dienst erschienen.

Auch die Wiesbadener Klinik arbeite eng mit den Ermittlungsbehörden zusammen, um die verstorbenen Patienten im Tätigkeitszeitraum des Pflegers zu überprüfen. „Weder für die Ermittlungsbehörden noch für uns haben sich dabei Auffälligkeiten ergeben“, hieß es. © dpa/aerzteblatt.de

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