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Ausland

Stella Kyriakides aus Zypern soll EU-Gesundheits­kommissarin werden

Dienstag, 10. September 2019

Stella Kyriakides /picture alliance, Mykola Lazarenko, TASS

Brüssel – Das Personaltableau der künftigen Mitglieder der EU-Kommission nimmt weiter Formen an: So soll die zypriotische Politikerin Stella Kyriakides neue EU-Gesundheits­kom­missarin werden. Die konservative Politikerin ist langjährige Parlamentsabgeordnete in Zypern, zwischen 2017 und 2018 war sie ebenso Präsidentin der Parlamentarischen Versammlung des Europarates.

Die 63-Jährige ist Kinderpsychologin und hat in Manchester studiert. Im Gesundheits­mi­nis­terium von Zypern war sie von 1979 bis 2006 verantwortlich für Kinderpsychologie, später im Parlament war sie Mitglied des dortigen Gesundheitsausschusses. Engagiert war sie ebenso im Kampf gegen Brustkrebs in Zypern und für die nationale Krebsstrategie verantwortlich.

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In der neuen Kommission soll sie – so heißt es in einem Brief der künftigen EU-Kommis­sionspräsidentin – sich für die europäische Pharmaindustrie einsetzen und dafür sorgen, dass es erschwingliche Arzneimittel für die Europäer gibt. Nach Vorstellung der künftigen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen soll sich die neue Kommissarin auch für die reibungslose Umsetzung der neuen Medizinprodukte-Verordnung in den Mitglied­staaten stark machen. Außerdem soll das Potenzial von E-Health gehoben werden.

„Ich will, dass Sie an einem ‚European Health Data Space‘ arbeiten, das Gesundheitsdaten austauscht und Forschung unterstützt“, schreibt von der Leyen in einem sechsseitigen Brief an Kyriakides.

Zu dem künftigen Arbeitsprogramm der neuen Kommissarin soll auch ein neuer Aktions­plan zum Kampf gegen Antibiotikaresistenzen gehören. Auch soll in dem Arbeitsbereich künftig die Kommunikation rund um das Impfen verbessert werden, so dass „die Vorteile erklärte werden und gegen die Mythen und die Skepsis gekämpft wird“, heißt es weiter.

Als sechsten Arbeitsschwerpunkt sieht die neue deutsche EU-Kommissionspräsidentin den Kampf gegen Krebs und entsprechende Prävention. Mit dem „Europ’s Beating Cancer Plan“ sollen die Mitgliedsstaaten ermutigt werden, mehr Aktivitäten in diesem Bereich anzugehen. In das Arbeitsfeld der Kommissarin fallen auch die Lebensmittelsicherheit so­wie das Tier- und Pflanzenwohl. Dabei geht es um den Einsatz von Pestiziden und Stan­dards in der Lebensmittelproduktion.

Der deutsche Ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) begrüßte die Personalentscheidung sowie auch die Entscheidung, weiterhin eine EU-Kommissarin für Gesundheit zu haben. „Ich freue mich, dass es auch in der neuen EU-Kommission ein eigenes Gesundheits­res­sort geben wird“, schrieb Spahn bei dem Kurznachrichtendienst Twitter.

Damit unterstreiche Ursula von der Leyen die Bedeutung der EU-Gesundheitspolitik, so Spahn weiter. Vor der Europawahl im Mai 2019 waren Gerüchte aufgekommen, in einer künftigen EU-Kommission könnte ein Posten für einen EU-Kommissar eingespart werden. Die hätte möglicherweise die Gesundheitspolitik betroffen. Derzeit ist Vytenis Andriukai­tis EU-Kommissar für Gesundheit.

Alle 27 nominierten EU-Kommissionsmitglieder – darunter 14 Männer und 13 Frauen – müssen sich nun einem Anhörungsverfahren des EU-Parlaments stellen. © bee/aerzteblatt.de

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