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Neue Daten: Umweltbundesamt pocht auf Diesel-Nachrüstungen

Mittwoch, 11. September 2019

/dpa

Berlin – Angesichts neuer Daten zu Diesel-Abgasen pocht das Umweltbundesamt (UBA) auf die technische Nachrüstung älterer Autos mit modernen Katalysatoren. „Neue Mess­werte und die Berücksichtigung zusätzlicher realer Fahrsituationen zeigen, dass gerade Euro-5-Fahrzeuge, die noch vor wenigen Jahren verkauft wurden, besonders hohe Stick­stoffoxid­emissionen im Realbetrieb aufweisen“, teilte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger heute mit.

Zum Schutz der Gesundheit von Städtern müssten sie nachgerüstet werden, da sich nicht jeder ein neues Auto leisten könne. Diesel-Abgase sind in Städten die Hauptquelle von Stickoxiden (NOx).

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Die neuen Messungen und Berechnungen haben laut UBA gezeigt, dass der NOx-Ausstoß von Dieselautos der EU-Abgasnormen Euro 3 bis 6c im realen Fahrbetrieb teils noch hö­her liege als bisher angenommen.

Das UBA hat mit fünf anderen europäischen Umwelt- und Verkehrsbehörden zusammen­gear­beitet. Grundlage sei die neue Fassung des amtlichen Handbuchs für Emissionsfak­toren des Straßenverkehrs. Die Berechnungen seien jetzt realitätsnäher, teilte das Amt mit, etwa was Ladung und Fahrsituationen angehe.

Lag laut der Vorgängerversion des Emissionshandbuchs der NOx-Ausstoß auf der Straße für Euro-5-Diesel noch im Schnitt bei 906 Milligramm pro Kilometer, sind es jetzt laut UBA im Schnitt 950. Für die Abgasnormen Euro 6a, b und c würden nun statt 507 Milli­gramm pro Kilometer 614 Milligramm berechnet.

Diesel der Abgasnorm Euro 6d-TEMP, für die andere Messmethoden vorgeschrieben sind, hielten die EU-Vorgaben dagegen auch im Realbetrieb ein. Im Schnitt kämen sie auf durch­schnittlich 46 Milligramm pro Kilometer, machten aber bisher nur fünf Prozent des Fahrzeugbestandes bei Diesel-Pkw aus. © afp/aerzteblatt.de

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