NewsÄrzteschaftIntensivmediziner kritisieren Werbung für ärztlichen Bereitschaftsdienst
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Intensivmediziner kritisieren Werbung für ärztlichen Bereitschaftsdienst

Donnerstag, 12. September 2019

/sumos, stockadobecom

Berlin – „Gut gemeint, schlecht umgesetzt“ – so lautet das Urteil der Intensiv- und Not­fall­­mediziner über die neue TV-Werbekampagne für die Telefonnummer 116117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes. Kernpunkt der Kritik: Die sehr kostenintensive Aktion werde dem zu vermittelnden Inhalt in keiner Weise gerecht.

„Die Werbung bagatellisiert in den Augen von Mitarbeitern in den Notfallaufnahmen die tatsächliche Brisanz und Schwierigkeiten in diesem Bereich“, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens.

Anzeige

Er geht davon aus, dass das Niveau der Werbeclips von den betroffenen Patienten nicht ernst genommen werde. „Sie tragen so nicht nachhaltig dazu bei, eine bessere Steuerung der Patientenströme zu gewährleisten“, glaubt Janssens.

Er betonte, dass die DIVI generell jede Initiative begrüßt, mit der die weiter zunehmen­den Zahlen der in die Krankenhaus-Notfallaufnahmen fehlgeleiteten Patienten reduziert wird. „Hier benötigen wir dringend sinnvolle Lösungen, bagatellisierende Auftritte wie die aktuelle KBV-Werbekampagne sind nur wenig hilfreich“, sagte der DIVI-Präsident. © hil/sb/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

6. Oktober 2020
Magdeburg/Aachen – Das AKTIN- Notaufnahmeregister erfasst im Augenblick Daten aus 17 Notaufnahmen deutschlandweit. Bis März 2021 sollen 50 Notaufnahmen an dem Register angebunden sein und ihre Daten
Notaufnahmeregister will Deutschland abdecken
30. September 2020
Mainz – Die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz (KVRLP) startet Anfang Oktober die dritte Stufe ihrer Bereitschaftsdienstreform: den aufsuchenden ärztlichen Bereitschaftsdienst (AÄBD). Dieser
Aufsuchender Bereitschaftsdienst startet in Rheinland-Pfalz
21. August 2020
Frankfurt/Main – In drei hessischen Landkreisen beginnt ab Herbst ein Modellprojekt zur besseren Verteilung von Patienten – so sollen die Notaufnahmen der Krankenhäuser entlastet werden. Das
Hessen startet Modellprojekt zur vernetzten Notfallversorgung
13. August 2020
Hamburg – Bis zu 4.000 Anrufe am Tag verzeichnet der Hamburger Arztruf 116117 nach dem Ende der Schulferien. „Viele Anrufer sind keine Notfälle, sie haben keine Symptome. Das ist unschön“, sagte
Viele Anrufer beim Hamburger Bereitschaftsdienst haben keine Symptome
12. August 2020
München – Beim ärztlichen Bereitschaftsdienst erhalten Reiserückkehrer keine Auskunft über Ergebnisse ihrer Coronatests. Darauf hat die Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) aufmerksam gemacht.
Keine Testergebnisse bei ärztlichem Bereitschaftsdienst
23. Juli 2020
Berlin – Um die Notfallversorgung von Patienten ist nach Äußerungen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) ein neuer Streit entbrannt. Hintergrund ist die
Neuer Streit um Notfallversorgung
22. Juli 2020
Köln – Die COVID-19-Pandemie in Deutschland führte zu einem signifikanten Rückgang medizinischer Notfälle jeglicher Art in den Notaufnahmen. Anna Slagman und Co-Autoren werteten die Daten von
LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER