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Ärzteschaft

Intensivmediziner kritisieren Werbung für ärztlichen Bereitschaftsdienst

Donnerstag, 12. September 2019

/sumos, stockadobecom

Berlin – „Gut gemeint, schlecht umgesetzt“ – so lautet das Urteil der Intensiv- und Not­fall­­mediziner über die neue TV-Werbekampagne für die Telefonnummer 116117 des ärztlichen Bereitschaftsdienstes. Kernpunkt der Kritik: Die sehr kostenintensive Aktion werde dem zu vermittelnden Inhalt in keiner Weise gerecht.

„Die Werbung bagatellisiert in den Augen von Mitarbeitern in den Notfallaufnahmen die tatsächliche Brisanz und Schwierigkeiten in diesem Bereich“, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens.

Er geht davon aus, dass das Niveau der Werbeclips von den betroffenen Patienten nicht ernst genommen werde. „Sie tragen so nicht nachhaltig dazu bei, eine bessere Steuerung der Patientenströme zu gewährleisten“, glaubt Janssens.

Er betonte, dass die DIVI generell jede Initiative begrüßt, mit der die weiter zunehmen­den Zahlen der in die Krankenhaus-Notfallaufnahmen fehlgeleiteten Patienten reduziert wird. „Hier benötigen wir dringend sinnvolle Lösungen, bagatellisierende Auftritte wie die aktuelle KBV-Werbekampagne sind nur wenig hilfreich“, sagte der DIVI-Präsident. © hil/sb/aerzteblatt.de

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