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Demenzkranker Patient könnte Brand in Krankenhaus verursacht haben

Mittwoch, 11. September 2019

/picture alliance/Sascha Rixkens

Düsseldorf – Nach dem Brand im Düsseldorfer Marien Hospital, bei dem ein Patient (77) ums Leben kam, gehen die Ermittler von fahrlässiger Brandstiftung aus. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wird gegen einen 83-jährigen schwer demenzkranken Mann er­mittelt, der in dem Brandzimmer untergebracht war. Die Brandsachverständigen und die Ermittler schließen den Angaben zufolge einen tech­ni­schen Defekt als Brandursache aus.

Nach einer Mitteilung der Polizei könne der 83-jährige Mann „aufgrund seines allgemei­nen Gesundheitszustands zurzeit nicht befragt werden.“ Nach Angaben der Feuerwehr war der Mann bei dem Brand lebensgefährlich verletzt worden. Wie sein gesundheitlicher Zustand heute war, blieb zunächst unklar.

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Das 77-jährige Todesopfer lag in einem anderen Zimmer und war laut Polizei an den Fol­gen einer Rauchgasvergiftung gestorben. 19 weitere Menschen waren bei dem Brand am späten Montagabend in Düsseldorf verletzt worden.

Die Ermittlungen in dem Fall dauern an. Ob der 83-Jährige in seinem Zimmer geraucht und dadurch das Feuer ausgelöst hat, wissen die Experten noch nicht. Laut Staatsan­walt­schaft ist das Patientenzimmer durch das Feuer so stark zerstört worden, dass die endgül­tige Ursache eventuell nie benannt werden kann. Gutachter sollen sich dennoch um Auf­klärung bemühen.

Das Feuer war in einem Patientenzimmer auf einer internistischen Station auf der zwei­ten Etage ausgebrochen. Das Zimmer brannte vollständig aus, auch weil laut Feuerwehr eine dort verlegte Sauerstoffleitung durch die Hitze zerstört wurde und den Brand zu­sätz­lich anheizte.

Der Rauch hatte sich nach Angaben der Rettungskräfte über fünf Stockwerke der Klinik verteilt. Die Menschen seien sowohl durch das Treppenhaus als auch von außen über drei Drehleitern aus dem Gebäude geholt worden, teilte die Feuerwehr gestern mit. Der Brand war nach rund einer Stunde gelöscht und der Einsatz mit rund 180 Kräften nach vier Stun­den beendet. Die Düsseldorfer Feuerwehr war mit allen neun Berufsfeuerwehren vor Ort. © dpa/aerzteblatt.de

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