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Ärzteschaft

Ärzteallianz ruft zum Klimastreik auf

Freitag, 13. September 2019

Ärzte demonstrierten bereits zum Auftakt des 122. Deutschen Ärztetags für den Klimaschutz. /maybaum

Berlin – Die Deutsche Allianz für Klimawandel und Gesundheit (Klug) hat Ärzte und an­dere Berufsgruppen aus dem Gesundheitswesen aufgerufen, sich mit der „Fridays-for-Future“-Bewegung zu solidarisieren. Ziel sei es, so den Druck auf die Politik zu erhöhen, eine effizientere Klimapolitik einzuschlagen.

„Am 20. September wollen wir Pflegekräfte und Ärzte, Patienten, Therapeuten und Ange­hörige auf die Straße bringen, denn die Klimakrise betrifft uns alle“, betonte Klug-Initia­tor Martin Herrmann. Deshalb fordert die Allianz, die „Behandlung“ der Klimakrise zur zen­tralen Aufgabe und ihre gesundheitlichen Auswirkungen zum Thema der Politik zu ma­chen.

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Ein entsprechender Aufruf wurde inzwischen unter anderem von namhaften Medizinern wie dem langjährigen Vorstand der Berliner Charité, Detlev Ganten, dem Chef der Berli­ner Ärztekammer, Günther Jonitz, sowie dem Präsidenten des deutschen Pflegerats Franz Wagner unterzeichnet. Auch Eckart von Hirschhausen, Arzt und „Scientist for Future“, be­tont immer wieder: „Klimaschutz ist Gesundheitsschutz“.

„Die Grundlagen von Gesundheit sind sauberes Wasser, was zu essen, Luft zum Atmen und erträgliche Außentemperaturen. Nichts davon kann die Medizin herstellen, deshalb müssen wir Ärzte für unsere Patienten und uns selbst auch politisch aktiv werden“, er­klärte Klug-Unterstützer Eckart von Hirschhausen.

Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) unterstützt den Aufruf von Health For Future, die Klimakrise als akute Gesundheitskrise anzuerkennen, ebenfalls. Als angehende Ärzte stehe man „in einer besonderen Verantwortung“, sagte Sylvia Hartmann, Projektleiterin des Projektes Mensch und Umwelt der bvmd. Man sehe das menschliche Wohlergehen durch den Klimawandel bedroht.

Aktionstag am 20. September

Die Klug-Aktionsplattform „Health for Future“ vernetzt Aktivisten, die am 20. September in zahlreichen Städten Mahnwachen rund um den „Patienten Erde“ veranstalten, um über die Voraussetzungen „planetarer Gesundheit“ aufzuklären und Informationsmaterial zu den gesundheitlichen Folgen der Klimakrise zu verbreiten.

Klug und Health for Future wollen aber auch über den Klimastreiktag am 20. September und der UN-Konferenz in New York am 23. September hinaus aktiv bleiben. Der Deutsche Ärztetag möchte den Klimawandel auf seinem nächsten Treffen 2020 zu einem Schwerpunkt machen will.

In diesem Herbst werde zudem das Wissenschaftsjournal Lancet seinen jährlichen „Count­down“, mit dem ein internationales Wissenschaftlerteam die Wechselwirkung zwischen Klimawandel und Gesundheit verfolgt, zum ersten Mal in Deutschland präsentieren.

Für ihren Aufruf zum globalen Streik für mehr Klimaschutz an diesem Freitag hat die Be­wegung Fridays for Future insgesamt eine breite gesellschaftliche Unterstützung erhal­ten. Mit dabei sind Umwelt- und Entwicklungsorganisationen wie Greenpeace und Brot für die Welt, aber auch die Evangelische Kirche, die Gewerkschaft Verdi und der Deutsche Kulturrat.

Verdi-Chef Frank Bsirske erklärte, Fridays for Future mache zu Recht Druck auf die Politik. „Dem Klimawandel muss in der Tat viel energischer als bisher begegnet werden. Er be­droht die Menschheit als Ganze.“ © hil/sb/dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #769631
Naturfreund
am Samstag, 14. September 2019, 07:58

Naturfreund

Ja, das ist gut, das Ärzte das tun. Nur vermisse ich in der gesamten Klimadebatte die Ächtung der Kriege, vor allem das Verballern von Uranmunition, wie im Irak, Afganistan und im Balkankrieg u.a. Nicht mal die WHO befasst sich mit dem Thema. Die Atomwaffentests in der Hochatmosphäre, unterirdisch und im Wasser wurden in Bezug auf die Umwelt und das Klima noch nie und von keinem öffentlich erwähnt. Stattdessen fordern Politiker und instrumentalisierte Kinder eine CO 2 Steuer. Am Besten auch kein Auto mehr. Nein nein, die wahren Umweltverpester waren und sind immer noch die milliardenschweren Großkonzerne samt Militär und korrupter Politiker. Was für eine Schande im 21. Jahrhundert, dass Menschen immer noch auf Menschen schießen mit barbarischen Waffen, die gleich riesige Landstriche verseuchen und ein gesundes Leben unmöglich machen.
Hier ein Dankeschön an die Arbeit der Ärzte der IPPNW, die in ihren Zeitschriften darüber berichten, auch an den Filmemacher Frieda Wagner für den Film Todesstaub, den leider kein deutscher Fernsehsender ausstrahlen möchte. Dr. Günther, der in den Irak fuhr und die schweren Mißbildungen der Kinder dokumentierte darf nicht vergessen werden.
Ja Umwelt und Klima ist so viel mehr als das bisher Erwähnte.
LNS

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