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Ausland

USA planen offenbar Abschaffung von Giftigkeitstests bei Tierversuchen

Freitag, 13. September 2019

/dpa

Köln – Die USA wollen Giftigkeitstests an Säugetieren bis 2035 vollständig durch verläss­li­che tierfreie Methoden ersetzen. Darauf hat der Verein Ärzte gegen Tierversuche heute hingewiesen.

Demnach hat die US-Umweltbehörde EPA eine entsprechende Richtlinie vor­gelegt. Vor­ge­sehen ist darin, die Erforschung tierfreier Methoden voranzutreiben und die Finanzie­rung von Tierversuchen aus Steuergeldern zunächst zu reduzieren. Ab 2035 soll diese denn kom­plett abgeschafft werden.

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Die Organisation Ärzte gegen Tierversuche begrüßte den EPA-Vorstoß. „Wenn ein Land wie die USA, aus dem so viele wissenschaftliche Innovationen stammen, einen Ausstiegs­plan entwickelt, ist dies ein wichtiges Signal und misst den tierversuchsfreien Methoden endlich die Bedeutung zu, die sie – wissenschaftlich und ethisch – verdienen“, lobte Biologin Julia Radzwill von Ärzte gegen Tierversuche.

Obwohl Studien zeigten, dass Ergebnisse aus Tierversuchen nicht auf Menschen über­trag­bar und humanbasierte Methoden nicht nur verlässlich, sondern auch günstiger sei­en, würden in Deutschland mehr als 99 Prozent der Fördergelder nach wie vor in das System ‚Tierversuch‘ fehlinvestiert.

Vor diesem Hintergrund lobte der Ärzteverein, dass die USA im Gegensatz zu Deutschland zumindest ein konkretes Datum für den Ausstieg aus Giftigkeits-Tierversuchen anvisiert und in Kürze ein wissenschaftlich fundierter Umsetzungsplan vorliegen habe. 

Die Bundesregierung sei aufgefordert, endlich umzudenken, „damit Deutschland die Wen­de von einem längst überholten System hin zu einer zukunftsorientierten und humanba­sierten Forschung nicht verpasst“, mahnte der Verein Ärzte gegen Tierversuche. © hil/sb/aerzteblatt.de

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