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Politik

Gesundheits­ministerium dringt nach Häufung von Handfehlbildungen auf Aufklärung

Freitag, 13. September 2019

/picture alliance, Marcel Kusch

Düsseldorf – Im Fall der Häufung von Handfehlbildungen bei Neugeborenen in einem Gel­senkirchener Krankenhaus dringt das Ge­sund­heits­mi­nis­terium in Nordrhein-Westfalen (NRW) auf Aufklärung.

„Die Berichte über Fehlbildungen bei Säuglingen müssen wir ernst nehmen“, sagte NRW-Ge­sund­heits­mi­nis­ter Karl-Josef Laumann (CDU) heute laut einer Mitteilung. Dabei würden „allerdings keine Spekulationen“ helfen. Vielmehr müsse „den möglichen Ursachen mit der gebotenen Sorgfalt nachgegangen werden“.

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Das Krankenhaus habe bereits Fachleute in der Berliner Charité kontaktiert. Neben der Ur­sachenforschung würden auch die zur Verfügung stehenden Instrumente der Qualitäts­siche­rung greifen. „Mein Ministerium wird beim Krankenhaus einen Bericht anfordern und den Fortgang der Ursachenforschung sehr genau beobachten“, sagte Laumann.

Hintergrund ist, dass im Sankt-Marien-Hospital-Buer in Gelsenkirchen zwischen Juni und Anfang September drei Kinder mit Handfehlbildungen auf die Welt gekommen sind, wie die Klinik in einer Stellungnahme auf ihrer Homepage mitteilte.

„Das mehrfache Auftreten jetzt mag auch eine zufällige Häufung sein. Wir finden jedoch den kurzen Zeitraum, in dem wir jetzt diese drei Fälle sehen, auffällig“, hieß es. Fehlbil­dungen dieser Art habe man in der Klinik viele Jahre nicht gesehen, hieß es.

Hebam­men­vertreterinnen hatten auf die Fälle aufmerksam gemacht, mehrere Medien be­richteten. Die Charité wollte sich heute zu dem Fall zunächst nicht äußern. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #79783
Practicus
am Sonntag, 15. September 2019, 17:12

Erstmal

läßt sich statistisch errechnen, wie wahrscheinlich eine solche Häufung zufällig sein kann, bevor irgendein Aktionismus Raum greifen sollte. Zudem läßt die Art der Fehlbildungen eine nahezu taggenaue Bestimmung des Schädigungszeitpunkts zu.
Das erlaubt dann auch eine wesentlich genauere Untersuchung der Fälle.
Eindeutig zu früh ist jedenfalls eine Zuschreibung zu beliebigen Umweltrisiken - von Haarpflege- und Färbemitteln, Kosmetica, Pestiziden, Herbiziden, Feinstaub, NOx, Lösemitteln oder biologischen Ursachen, Viren, Weichmacher aus Getränkeflaschen....
Avatar #787400
Teff
am Samstag, 14. September 2019, 23:28

Wie in Frankreich

Lt Süddeutsche vom14.9. haben die Franzosen das Problem schon länger.Ich höre das zZt öfter von da
Nicht viele Kinder aber jedes Jahr einige.
SZ:Babys in Frankreich"Es wird schwer,die Ursache zufinden"
LNS

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