NewsAuslandTaliban geben wieder Sicherheitsgarantien für Helfer des Roten Kreuzes in Afghanistan
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Taliban geben wieder Sicherheitsgarantien für Helfer des Roten Kreuzes in Afghanistan

Montag, 16. September 2019

/dpa

Kabul – Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat sich mit den radikalisla­mischen Taliban auf eine Wiederaufnahme seines Einsatzes in Afghanistan geeinigt. Die „Sicherheitsgarantien“ für die Hilfsorganisation seien erneuert worden, erklärte Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid gestern.

Die Kämpfer der Islamistengruppe sollen die Arbeit der IKRK-Mitarbeiter demnach nicht länger behindern. Das Rote Kreuz hatte seinen Einsatz in Afghanistan im April nach einer indirekten Drohung der Taliban ausgesetzt.

Anzeige

Das IKRK erklärte, die Einigung mit den Taliban sei bei Gesprächen in Doha erzielt wor­den. Sie ermögliche es den Helfern, ihre „neutrale und unparteiische“ humanitäre Arbeit in Afghanistan fortzusetzen, schrieb der IKRK-Chef in Kabul, Juan-Pedro Schaerer, auf Twitter.

Die Taliban, die weite Teile Afghanistans kontrollieren, hatten im April einen „Bann“ ge­gen das IKRK und die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) verhängt. Die Taliban hatten damals mitgeteilt, das IKRK habe nicht gemäß seiner Verpflichtungen gehandelt, daher könnten sie nicht für die Sicherheit der IKRK-Mitarbeiter im Land garantieren. Das IKRK zog daraufhin seine Helfer aus dem Land ab.

Bereits im vergangenen August hatten die Taliban die Sicherheitsgarantien für das IKRK vorübergehend aufgekündigt. Im Oktober konnte die Organisation ihre Arbeit dann vor­erst fortsetzen. Die WHO wurde in der gestrigen Taliban-Erklärung nicht erwähnt. © afp/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

16. Oktober 2019
Damaskus – Im Zuge der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien und der „extrem instabilen Situation“ zieht die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) alle internationalen Mitarbeiter aus der
Ärzte ohne Grenzen zieht Mitarbeiter aus Nordsyrien ab
15. Oktober 2019
Köln – Seit dem Beginn der türkischen Militäroffensive in Nordsyrien befinden sich nach Schätzungen des UN-Kinderhilfswerks Unicef fast 70.000 Kinder auf der Flucht. Bis heute seien in Nordostsyrien
Fast 70.000 Kinder in Nordsyrien auf der Flucht
15. Oktober 2019
Berlin – Die Welthungerhilfe warnt vor neuen Gefahren für die Ernährungssicherheit durch den Klimawandel in ohnehin gefährdeten Staaten. „Die Bekämpfung von Hunger und Unterernährung in einem sich
Der Klimawandel verschärft den Hunger
15. Oktober 2019
Athen/Lesbos – Im völlig überfüllten Migrantenlager der griechischen Insel Samos hat es am gestern Abend nach einem Streit zwischen Syrern und Afghanen schwere Krawalle gegeben. Nach einer
Ausschreitungen in Migrantenlager auf Samos
15. Oktober 2019
Rom – Italien hat der Hilfsorganisation SOS Méditerranée erlaubt, die 176 Flüchtlinge an Bord des Rettungsschiffs „Ocean Viking“ an Land zu bringen. Das teilte die Organisation gestern am späten Abend
Italien lässt Flüchtlinge von „Ocean Viking“ an Land
14. Oktober 2019
Kairo – Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) hat sich besorgt über die humanitäre Lage im Nordosten Syriens nach dem Beginn der türkischen Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG gezeigt. Bei den Kämpfen
WHO besorgt über humanitäre Situation im Nordosten Syriens
11. Oktober 2019
Bonn – Hilfswerke haben sich besorgt über die Kämpfe in Nordsyrien gezeigt und den Schutz der Zivilbevölkerung gefordert. Die Diakonie Katastrophenhilfe und Ärzte ohne Grenzen verlangten heute in
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER