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Medizin

FDA: CDK4/6-Inhibitoren können Lungen angreifen

Montag, 16. September 2019

/bit24, stock.adobe.com

Silver Spring – Die CDK4/6-Inhibitoren Palbociclib, Ribociclib und Abemaciclib, die zur Behandlung des fortgeschrittenen hormonrezeptor-positiven Mammakarzinoms zugelassen sind, können in seltenen Fällen eine interstitielle Lungenerkrankung (ILD) oder eine Pneumonitis auslösen. Darauf macht die US-Arzneimittelbehörde FDA in einer Drug Safety Communication aufmerksam.

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Die Komplikationen, die tödlich enden können, wurden in Patientenregistern entdeckt, die die 3 Hersteller der CDK4/6-Inhibitoren führen. Dort kam es bei 1 bis 3 % der Patientinnen unter der Behandlung mit einem CDK4/6-Inhibitor zu einer ILD/Pneumonitis. Weniger als 1 % der behandelten Patientinnen starben an der Komplikation. Spezifische Risikofaktoren für schwere Lungenentzündungen wurden nicht identifiziert.

Die FDA rät den Ärzten, die Patientinnen regelmäßig auf pulmonale Symptome oder Befunde zu untersuchen, die auf eine ILD und/ oder Pneumonitis hinweisen können. Dazu gehören Hypoxie, Husten, Atemnot oder interstitielle Infiltrate bei radiologischen Untersu­chungen. In diesem Fall sollte die Behandlung mit CDK4/6-Inhibitoren abgebrochen und beim Nachweis einer schweren ILD und/ oder Pneumonitis nicht wieder aufgenommen werden. © rme/aerzteblatt.de

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