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Ärzteschaft

Sportmediziner mahnen mehr Bewegung für Schüler an

Montag, 16. September 2019

/contrastwerkstatt, stockadobecom

Jena – Sportmediziner machen sich für ein neues Schulfach „Gesundheit“ stark. Grund da­für sei, dass viele Kinder in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter Bewe­gungs­mangel, Übergewicht und eingeschränkter Motorik litten, teilte die Gesellschaft für or­tho­pädisch-traumatologische Sportmedizin mit Sitz in Jena heute mit. Die Gesellschaft unterstützt damit eine Forderung der Bundesärztekammer.

In die orthopädischen Praxen kämen immer häufiger Kinder, die durch sitzende Lebens­weise und körperliche Inaktivität Fehlstellungen oder eine völlig eingeschränkte Motorik zeigten. Daher müsse nicht nur das Schulessen verbessert, sondern intensiv auf Sport und Bewe­gung Einfluss genommen werden. Es müsse Schulpläne für Schwimmen, Rad­fahren und Laufen geben.

Die Gesellschaft verwies darauf, dass 1910 ein Mensch in Deutschland im Schnitt noch 20 Kilometer am Tag gelaufen sei. 2005 seien es nur noch 800 Meter gewesen. Die tri­nationale (Deutschland, Österreich, Schweiz) Gesellschaft für Orthopädisch-Traumato­lo­gische Sport­me­dizin ist nach eigenen Angaben Europas größter Zusammenschluss von Sportorthopäden und Sporttraumatologen. © dpa/aerzteblatt.de

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