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Ärztin räumt Abrechnungsbetrug vor Gericht ein

Dienstag, 17. September 2019

Gießen – Eine Ärztin aus dem Wetteraukreis steht wegen Betruges und Urkundenfäl­schung vor dem Landgericht Gießen, weil sie im großen Umfang nicht erbrachte Leistun­gen abge­rechnet haben soll.

Nach Auffassung der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt prellte die Medizinerin dadurch die Kassenärztliche Vereinigung Hessen um etwa 370.000 Euro. Die Angeklagte räumte zu Beginn des Prozesses heute die Vorwürfe ein, wie ein Gerichts­sprecher mitteilte. In dem Verfahren geht es demnach um 14 Quartalsabrechnungen.

Die Allgemeinmedizinerin soll zwischen 2010 und 2013 Unterschriften von Patienten ge­fälscht haben, etwa auf Abrechnungsscheinen sowie auf Anträgen für psychotherapeu­ti­sche Be­hand­lungen. Die Behandlungen hatte es nach Ansicht der Generalstaatsanwalt­schaft aber nie gegeben.

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Der Fall kam nach einer Anzeige der Kassenärztlichen Vereinigung ins Rollen. Dort waren zuvor Unstimmigkeiten aufgefallen. Während der umfangreichen Ermittlungen wurden etwa 150 Patienten befragt.

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt ist für den Fall zuständig, weil bei ihr die Zen­tralstelle zur Bekämpfung von Vermögensstraftaten und Korruption im Gesundheitswesen angesiedelt ist. © dpa/aerzteblatt.de

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