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Mögliches Gesundheitsrisiko durch Kochlöffel aus Polyamid in heißem Essen

Mittwoch, 18. September 2019

Behälter mit bunten Küchenutensilien aus Kunststoff vor hellem Hintergrund. /picture alliance
Polyamid ist ein beliebter Kunststoff, der bei vielen Küchenutensilien zum Einsatz kommt. /picture alliance

Berlin – Küchenutensilien aus Polyamid (PA) sollten dem Bundesinstitut für Risikobewer­tung zufolge möglichst kurz in Kontakt mit heißen Lebensmitteln kommen. Aus Kochlöffeln, Pfannenwendern oder Schneebesen aus PA könnten Kunststoffbestandteile in Lebensmittel übergehen, heißt es in einer gestern veröffentlichten Stellungnahme des Instituts.

Beim Essen können diese Stoffe demnach vom Menschen aufgenommen werden. Den Fokus legte das BfR auf zwei Oligomere, die unbeabsichtigt bei der Herstellung des Kunststoffs entstünden: PA 6 (Ausgangschemikalie Caprolactam) und PA 6,6 (Ausgangschemikalien Adipinsäure und Hexamethylendiamin).

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Zwar stuft das BfR die Verbindungen als nicht genotoxisch ein. In hohen Dosen könnten aber gesundheitliche Effekte in Leber und Schilddrüse auftreten, so das BfR. Insbesondere bei Temperaturen über 70 Grad solle der Kontakt zu Lebensmitteln so kurz wie möglich gehalten werden, empfehlen die Experten.

Eine erste Stellungnahme des BfR (Nr. 14/2018) konnte das gesundheitliche Risiko mangels experimenteller toxikologischer Daten nur auf dem „Threshold of Toxicological Concern“-Konzept ableiten, welches Stoffe unbekannter Toxizität anhand ihrer chemischen Struktur in sogenannte Cramer-Klassen einteilt.

Inzwischen sind Hersteller der Empfehlung des BfR nachgekommen und haben Studien zur Toxizität verschiedener zyklischer PA-Verbindungen vorgelegt. Dabei stellte sich heraus, dass weitaus höhere Mengen an ringförmigen PA-Oligomeren in Lebensmittel übergehen können, als zuvor anhand der Cramer-Klassen vermutet wurde. © dpa/gie/aerzteblatt.de

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