NewsVermischtesHohe Patienten­zufriedenheit in Mukoviszidose-Am­bulanzen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Hohe Patienten­zufriedenheit in Mukoviszidose-Am­bulanzen

Mittwoch, 18. September 2019

/ZB - Fotoreport, Jan-Peter Kasper

Bonn – Patienten mit cystischer Fibrose, auch Mukoviszidose genannt, sind im Durchschnitt mit der Betreuung in ihren Mukoviszidose-Ambulanzen sehr zufrieden. Das zeigt eine Patientenbefragung durch den Verband „Mukoviszidose eV – Bundesverband Cystische Fibrose (CF)“.

Menschen mit Mukoviszidose werden in Deutschland in spezialisierten Ambulanzen behandelt, die in der Regel an Krankenhäuser angegliedert sind. Dort kümmert sich im besten Fall ein multiprofessionelles Team um die Betroffenen.

Anzeige

An der Befragung teilnehmen konnten alle erwachsenen Mukoviszidose-Patienten und Eltern betroffener Kinder, die in einer auf die Therapie der seltenen Gen-Erkrankung spezialisierten Ambulanz behandelt werden. Insgesamt haben sich 2.051 Personen an der Befragung beteiligt, das ist gut ein Drittel der im Deutschen Mukoviszidose-Register gelisteten Patienten.

Die Befragung zur Patientenzufriedenheit wurde durch den Verband finanziert und in Zusammenarbeit mit einer ehrenamtlichen Projektgruppe aus Ärzte- und Patienten-Vertretern erstellt. Die Datenerhebung erfolgte über einen externen Dienstleister, das BQS Institut für Qualität und Patientensicherheit.

Alle mit dem Projekt kooperierenden Mukoviszidose-Ambulanzen erhielten nach Abschluss der Befragung ambulanzspezifische Auswertungen mit den Daten ihrer Patienten. Diese Ergebnisse sollen den Ambulanzen Hinweise geben, in welchen Bereichen ihre Patienten zufrieden sind und in welchen Bereichen noch Verbesserungspotentiale liegen.

Außerdem veröffentlichte der Verband einen zusammenfassenden Ergebnisbericht der Befragung, der keine Rückschlüsse auf die einzelnen Ambulanzen zulässt, aber einen bundesweiten Überblick bietet.

Die Antworten sind hier überwiegend nach sogenannten Problemhäufigkeiten gruppiert. Den Ärzten stellen die Patienten hierbei ein besonders gutes Zeugnis aus.

Danach beträgt die Problemhäufigkeit unter dem Punkt „Freundlichkeit“ bei Ärzten null Prozent, ebenso bei der „Verständlichkeiten der Antworten“ durch Ärzte. Nur drei Prozent Problemhäufigkeit gibt es beim Punkt „Zeit nehmen“ durch den Arzt.

„Die Zufriedenheit aller Teilnehmenden mit ihrer eigenen Ambulanz ist sehr hoch. Ein Großteil der abgefragten Themen wurde positiv bewertet und auch die Beurteilung der Fragen zur Gesamtzufriedenheit fiel positiv aus“, so das Fazit von Mukoviszidose eV.

Der Verband betont aber, dass daraus keine Rückschlüsse darauf möglich seien, ob die Ambulanzen strukturell gut aufgestellt seien. „Viele Ambulanzen kompensieren systemische Mängel wie defizitäre Personaldecken und fehlende Vergütungsmöglichkeiten durch zusätzliches Engagement, kreative Strategien, Überstunden und Akquise alternativer Finanzierungsquellen“, berichtet Mukoviszidose eV.

In Deutschland sind bis zu 8.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene von Mukoviszidose betroffen. Jedes Jahr werden in Deutschland etwa 150 bis 200 Kinder mit der seltenen Krankheit geboren. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

13. Oktober 2020
Bristol – Eine Eradikation von Pseudomonas aeruginosa, die ein wichtiges Therapieziel in der Behandlung der Zystischen Fibrose (Mukoviszidose) ist, gelang in einer randomisierten Studie in Lancet
Mukoviszidose: Orale Antibiotika wirken ebenso gut wie intravenöse
26. August 2020
Amsterdam/Bonn – Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat eine Dreifachkombination „Kaftrio“ für die Therapie der cystischen Fibrose europaweit zugelassen. Die Therapie wirkt auf die CFTR-Kanäle
Neue Dreifachkombination zur Therapie der cystischen Fibrose europaweit zugelassen
2. April 2020
Bonn – Eine neue S3-Leitlinie soll die Versorgung von Mukoviszidose-Patienten in den ersten beiden Lebensjahren verbessern. Sie bietet umfassende Empfehlungen für die Frühtherapie der Mukoviszidose
Neue S3-Leitlinie zur Versorgung von Mukoviszidose-Patienten in den ersten Lebensjahren
19. Februar 2020
Berlin – Finanzielle Unterstützung zum Aufbau und Betrieb von hochwertigen Patientenregistern fordert der Mukoviszidose e.V. Die Patientenvereinigung schließt sich damit den Forderungen von Jürgen
Ruf nach finanzieller Förderung hochwertiger Patientenregister
10. Januar 2020
Iowa City – An einer Mukoviszidose erkranken nur Menschen, bei denen beide CFTR-Allele ausgefallen oder zumindest vermindert aktiv sind. Doch die Eltern und andere heterozygote CFTR-Carrier, bei denen
Mukoviszidose: Eltern und andere Genträger haben eine erhöhte Morbidität
2. Januar 2020
Berlin – Im letzten Jahr hat sich erneut gezeigt, dass Infektionskrankheiten wie Ebola oder Polio in Krisenregionen nur schwer eingedämmt werden können. Die Masern, aber auch multiresistente Keime
Jahresrückblick 2019: Medizin zwischen Seuchengefahr und Hightech-Behandlungen
22. November 2019
Kiel – Der häufige Einsatz von Antibiotika fördert bei Patienten mit Mukoviszidose die Entwicklung von resistenten Bakterien. Bei 2 Patienten, deren Atemwegssekrete im Rahmen einer Studie mehrmals
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER