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Politik

Spahn will Homöopathie auf Kassenkosten nicht antasten

Mittwoch, 18. September 2019

Drei Flaschen mit Globuli gegen Grippe, Husten und Schnupfen. /thomas.andri, stock.adobe.com
Krankenkassen können im Rahmen der Selektivverträge Klassische Homöopathie Verträge abschließen, die die Erstattung einer homöopathischen Behandlung bei einem Vertragsarzt ermöglichen. /thomas.andri, stock.adobe.com

Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) will umstrittene Kostenüber­nah­men für homöopathische Arzneimittel durch die Krankenkassen nicht antasten. Er ver­wies gestern in Berlin beim „Berliner Salon“ des Redaktionsnetzwerks Deutschland da­rauf, dass die gesetzlichen Kassen bei Arzneimittelausgaben von rund 40 Milliarden Euro im Jahr etwa 20 Millionen für Homöopathie zahlten. Am Tag danach geht der Streit um homöopathische Arzneimittel auf Kosten der gesetzlichen Krankenkassen weiter.

Darüber könne man emotional diskutieren und dabei vielen vor den Kopf stoßen, sagte Spahn am Abend. Oder man könne sich fragen, ob es das angesichts der gesamten Größenordnung wert sei. Er habe sich entschlossen, es sei „so okay“.

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In Frankreich sollen homöopathische Arzneimittel ab 2021 nicht mehr erstattet werden. Auch in Deutschland wird darüber diskutiert. Wer solche Mittel haben wolle, solle sie er­halten, „aber bitte nicht auf Kosten der Solidargemeinschaft“, hatte der Chef der Kassen­ärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, gesagt. Er verwies auf nicht aus­reichende wissenschaftliche Belege für die Wirksamkeit.

Homöopathie gehört nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherun­g (GKV). Allerdings erstattet ein Großteil der Krankenkassen Versicherten Behandlungskos­ten für homöo­pathische Arzneimittel, weil es eine Nachfrage gibt. Dies ist auch ein Instrument im Konkurrenzkampf zwischen den Krankenkassen.

Seit 2005 würden immer mehr Krankenkassen die homöopathische Behandlung im Rahmen der DZVhÄ-Selektivverträge Homöopathie erstatten, heißt es auf der Webseite des  Deutschen Zentralvereins homöo­pathischer Ärzte (DZVhÄ). Mittlerweile seien es rund 80 Kassen.

Die Grünen-Gesundheitspolitikerin Kordula Schulz-Asche begrüßte die „unaufgeregte Hal­­tung" des Ministers in der momentan wieder emotional geführten Debatte. „Die Kom­plementärmedizin ist eine wichtige Ergänzung zur Schulmedizin", sagte sie. Die Er­stattung etwa über freiwillige Leistungen der Kassen sei derzeit gut geregelt. Von einem vielfältigen Gesundheitssystem profitierten alle.

Die designierte SPD-Fraktionsvize Bärbel Bas sagte der dpa, alternative Heilmethoden, für die es keine oder nur unzureichende Studien gebe, seien aus gutem Grund nicht Teil der Regelversorgung der gesetzlichen Kassen. Gebe es die Nachweise, könnten Therapien wie Akupunktur zu Regelleistungen werden. Bei der Homöopathie lägen diese Nachweise aber nicht vor. „Es fehlt daher die Grundlage für eine Kostenübernahme durch die Krankenkassen."

Die FDP-Gesundheitspolitikerin Christine Aschenberg-Dugnus sagte, jeder, der Homöopa­thie befürworte, solle sie weiterhin erwerben können. „Dann aber auf Selbst­zahl­er­basis." Gleiches gelte schließlich auch für Nahrungsergänzungsmittel, die einen Umsatz von mehr als zwei Milliarden Euro pro Jahr ausmachten. Kassen erstatteten auch deshalb homöopathischen Behandlungskosten, um junge und gesunde Versicherte zu werben. „Es muss aber Ziel sein, dass es um die qualitativ beste Versorgung der Versi­cherten geht und nicht um Marketingmaßnahmen.“ © dpa/gie/aerzteblatt.de

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Avatar #759489
MITDENKER
am Dienstag, 15. Oktober 2019, 15:24

Datenlage weltweit

PS: zu "Rollkragen":
Klar, weltweite Befassung mit der Datenlage, z.B. wie in Australien, wo einmal mehr belogen u. betrogen wurde um die Homöopathie im großen Stil schlecht zu machen. So manche Verschwörungstheorien sind nun doch schlicht - Verschwörungsrealitäten:

https://www.naturundmedizin.de/faktencheck/artikel/australische-gesundheitsbehoerde-enthuellt-geheim-gehaltenen-homoeopathiebericht.html

Bitte teilen und weiter verbreiten, vor allem an bekennende Wissenschafts-GLÄUBIGE.
Avatar #759489
MITDENKER
am Montag, 14. Oktober 2019, 15:24

Geisterbahnfahrer

Nein, diese Gremienmitglieder sind keine "Geisterbahnfahrer", sondern Ignoranten, die sich nicht umfassend informieren, sondern dem geglaubten momentanen Stand "der Wissenschaft" (die es so nicht gibt) hinterherlaufen, um ihre Karrieren nicht zu gefährden.
Avatar #737432
Rollkragen
am Dienstag, 8. Oktober 2019, 11:32

@Mitdenker

Der Artikel aus dem Jahr 2013 stammt von einem einzelnen Autor, seither haben sich in mehreren Ländern ganze Gremien mit der Datenlage befasst und ihre (negative) Bewertung abgegeben. Aber für Sie ist ja klar, dass diese "Geisterbahnfahrer" sind..
Avatar #759489
MITDENKER
am Dienstag, 8. Oktober 2019, 10:23

Leider besteht da nachhaltige (Studien-)Ignoranz der Hom.-Kritiker

Also jetzt mal im Ernst, da poste ich unten die Erkenntnisse von Prof. Hahn, der klar aufzeigt, dass - ich zitiere nochmal - "Er kommt zu dem Ergebnis, dass einige „Meta-Analysen zur Homöopathie negativ sind, weil 90 Prozent der Daten ausgeschlossen werden“.
Fazit: Wenn man sauber arbeitet, ist sogar nach Meta-Studienlage die Hom. sehr gut evidenzbasiert wirksam. Aber diese bahnbrechende Studie führt bei den Hom.-Kritikern beileibe nicht zu einem auch nur: "Oha, interessant", sonden sie tun weiter nur so als würde es keine guten Studien pro Hom. geben. Ok, klar, darf ja auch nicht sein; das wäre auch hart, so etwas zuzugeben - nach all der Aufregung u. Lagerbildung. Immerhin dürfte der nicht ganz verbohrte Leser jetzt merken, was da gespielt wird.
Hier nochmal der Link zur Primärquelle der Studie:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24200828
Avatar #79783
Practicus
am Mittwoch, 2. Oktober 2019, 00:56

Das ist ganz einfach

Wenn eine Studie nachweisen will, dass Nichts besser wirkt als Nichts (Hochpotenz vs Placebo) oder dass Nadeln nur an ganz bestimmten Stellen den Fluß einer fiktiven, nich messbaren und unsichtbaren "Energie" in vorhersagbarer Weise verändert und dadurch bestimmte Effekte hervorruft, ist die erste Frage: Wo ist der Fehler!?
Das Kuriosum ist, dass solche Studien TATSÄCHLICH durchgeführt werden - während niemand auf die Idee käme, Studien zur Widerlegung der Fallgesetze zu finanzieren.
Am Beispiel der Studie zur Homöopathie als Prophylaxe von Euterentzündungen habe ich Ihnen ja gezeigt, wo der Fehler liegt!
Wie einwandfreie Studien zu Homöopathie und Akupunktur aussehen müssten, habe ich auch schon mehrfach beschrieben - trotzdem lässt sich niemand darauf ein.
Homöopathie, Akupunktur, Neuraltherapie, Antroposophie, Bachblüten, Osteopathie - aber auch MSM, Schamanismus, Gesundbeten UND AUCH Teile der verhöhnten Schulmedizin nutzen eine suggestive Verstärkung des Placeboeffekts - also eine Täuschung des Patienten, verstärkt durch eine Selbsttäuschung des Behandlers.
Aber gegen pseudoreligöse Ansichten anzudiskutieren ist ja Blasphemie gegenüber den sakrosankten Stiftern der "Religion"
Avatar #759489
MITDENKER
am Dienstag, 1. Oktober 2019, 16:15

STUDIENQUALITÄT

Klar, ist ja immer dasselbe. Wenn es Studien pro Akup. oder pro Hom. gibt, dann sind sie "Mist". Diese Stereotypie kennen wir ja schon, einfach nochmal die Links in meinem letzten Posting lesen.
Und vor allem das hier, indem ein Prof. aufzeigt, wie die Homöopathie-Kritiker lügen u. betrügen:
https://www.homoeopathie-online.info/medizin-falsch-gedacht-rezension-ueber-natalie-grams-neu-gedachte-homoeopathie/

daraus:
"Ausgesprochen hilfreich ist in diesem Kontext die Arbeit von Prof. Robert G. Hahn mit dem Titel „Homeopathy: Meta-analysis of pooled clinical data“ (Band 20 ( 5), 2013; 376-381). Hahn ist ausgewiesener Forscher und Professor für Anästhesie und Intensivmedizin an der Universität von Linköping und Verfasser einiger hunderter wissenschaftlicher Arbeiten im Bereich der Anästhesie und Intensivmedizin, außerdem wurde er ausgezeichnet durch mehrere Forschungspreise. Und: – Er hatte bislang rein gar nichts mit Homöopathie zu tun. Motiviert durch eine Auseinandersetzung um die wissenschaftliche Beurteilung der Homöopathie im Internet, hat Hahn die bisherigen Meta-Analysen zur Homöopathie kritisch geprüft. Er kommt zu dem Ergebnis, dass einige „Meta-Analysen zur Homöopathie negativ sind, weil 90 Prozent der Daten ausgeschlossen werden“. Und tatsächlich wurden beispielsweise bei Shang et al. (2005) insgesamt 110 Studien in die Metaanalyse eingeschlossen – am Ende wurden jedoch nur acht Studien ausgewertet, ohne die Kriterien zur Studienauswahl transparent zu machen"
Avatar #79783
Practicus
am Montag, 30. September 2019, 23:53

Aber aber

bisher gibt es weltweit keine einzige auf Behandlerseite (!) zuverlässig verblindete Studie zu Akupunkturwirkungen - und NUR diese könnten die geringen Effekte von Verumakupunktur gegenüber Sham-Akupunktur widerlegen.
Man nehme einen "akupunkturnaiven" Arzt und lasse den bei einem akupunkturnaiven Patienten Punkte nach verblindetem Protokoll nadeln - ganz einfach, macht aber keiner.
Ohne zuverlässige Randomisierung und Verblindung auf BEIDEN Seiten entsteht nur wissenschaftlicher Müll. Auch, wenn die Kranken Kassen dafür Millionen ausgegeben haben: Müll bleibt Müll
Avatar #759489
MITDENKER
am Montag, 30. September 2019, 14:38

Akupunktur

Wirkmechanismus her oder hin, das kann man später klären. Hauptsache es wirkt. Und das tut es:
https://www.daegfa.de/AerztePortal/Wissenschaft.Wissenschaftliche_Studien.aspx

Um den üblichen Unsinn vorweg zu nehmen: Die korrekte Akupunktur ist besser wie die Scheinakupunktur:

https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/akupunktur-aerzte-streiten-ueber-wirksamkeit-a-854858.html
Avatar #771555
Rosenkohl
am Mittwoch, 25. September 2019, 23:32

Auch Erstattung von Akupunktur ist nicht wissenschaftliche begründbar

Wissenschaft bedeutet, daß der Wirkmechanismus einer Methode verstanden ist. Das ignorieren, und dagegen sträuben sich alle Politiker und alle Ärztefunktionäre durch die Bank; insofern streitet man bei der Erstattung von Homöopathie um des Kaisers Bart. Nimmt man evidenzbasierte Medizin ernst, dann dürfen auch "Therapien wie Akupunktur", bei denen der vermeintliche Wirkmechanismus unbekannt ist, nicht zu Regelleistungen werden. Jedem der das möchte ist freigestellt, Akupunktur in gleicher Weise wie Nahrungsergänzungsmittel statt auf "Kosten der Solidargemeinschaft" selbst zu bezahlen.
Avatar #759489
MITDENKER
am Montag, 23. September 2019, 15:08

Was ist "Religion"?

Werter Practicus, Hom. ist natürlich keine Religion, denn der "Heil(ungs)bringer" Hahnemann wird weder angebetet, noch kommen Nicht-Homöopathen wegen Ungläubigkeit in die Hölle, nicht einmal Sie. Der Homöopathiegläubige ist in 99% der Fälle sehr tolerant gegenüber einem Nichtgläubigen, umgekehrt ist das leider selten der Fall (wie die aktuelle Debatte zeigt).
Ok, gemeint ist wohl, dass Glaube bei der Hom. vor Wissen gehen soll, jedoch WEISS der Homöopath und seine Patienten, dass seine Mittelchen (meistens) helfen, während der Kritiker glaubt, dass der Homöopath u. der Patient nichts wisse. Wissen kann er das nicht, denn er war nicht dabei.
Argumentieren ist nicht zwecklos, aber schwierig, denn wenn GWUP und Skeptiker etc. BESCHLIESSEN, die Homöopathie fertig machen zu wollen, dann werden sie sich kaum - nach 2 Jahren Kampf um die Deutungshoheit - wohl kaum davon überzeugen lassen, dass doch etwas dran ist.
Zum Glück kriegt der Otto Normalbürger i.d.R. nicht mit, was da für ein Kampf tobt, Beispiel: Ein guter Freund von mir, von Berufs wegen Tieramtsarzt (der nur ab u. zu seine Viecher homöopathisch behandelt, da er früher "Skeptiker" war...und jetzt gemerkt hat, dass die Kügelchen wirklich helfen) hat Null von der hitzigen Debatte mit gekriegt. Trocken reagierte er so: "Was soll die Streiterei, ich habe gemerkt, dass Hom. hilft, also wende ich das weiter an." Sein Chef habe auch nichts dagegen, der sei Pragmatiker u. solange es den Tieren hilft...
(By the Way: SOLCHE Konvertiten gibt es jedes Jahr Hunderte, aber wenn eine einzige Konvertitin (N. Grams) in die andere Richtung konvertiert, ist das ein Aufreger u. gefundes Fressen für die Presse)
Avatar #79783
Practicus
am Sonntag, 22. September 2019, 22:10

Die Verdummung der Bevölkerung

ist inzwischen soweit fortgeschritten, dass Vernunft wirkungslos bleibt... "wer ein rechter Homöpath sein will, der steche seiner Vernunft die Augen aus" (frei nach Martin Luther)
Homöopathie ist Religion, da ist Argumentieren zwecklos...
Avatar #687997
Pro-Natur
am Sonntag, 22. September 2019, 12:54

Spahn, der Realist

Die nächste Prüfung von Spahn als Realist ist, sein Masernschutzgesetz fallen zu lassen.
Avatar #687997
Pro-Natur
am Sonntag, 22. September 2019, 12:49

Bei Kühen wirkt's; bei Menschen nicht!?

Bekanntlich gibt es ein Problem mit Antibiotika; dies wird auch hier berichtet. Beachtliche ausbaufähige Ergebnisse werden bei Milchkühen mit der Homöopathie erzielt. Die Milch von homöopathisch behandelten Kühen trinke ich lieber: http://orgprints.org/3153/1/Brodo1_Oel.pdf
Avatar #759489
MITDENKER
am Sonntag, 22. September 2019, 09:18

Angebliche Unwirksamkeit der Homöopathie

Guten Morgen! Gerade entdeckt, hochinteressante Hintergründe (vor allem zu der Homöopathie-Diskreditierungsstrategie der Skeptiker/GWUP):

http://www.prohom.net/news/pro-con-hom%C3%B6opathie/

AUSZUG DARAUS:
"Offensichtliches Ziel ist es, die Homöopathie, die in Deutschland tief in der Patientenversorgung verankert ist, vollständig, einschließlich aller praktizierenden Ärzte mit Zusatzbezeichnung Homöopathie, aus der Versorgung zu verbannen und insbesondere den Berufstand des Heilpraktikers gleich mit abzuschaffen. Das ganz wirkt wie ein Großangriff auf die besonderen Therapien. Inhaltlich angetrieben werden diese Kampagnen seit Jahren weltweit von sogenannten Skeptiker-Organisationen"

VIELLEICHT hat Spahn begriffen, dass viele (auch Journalisten, Politiker etc.) auf diese Schmäh-Aktion herein fallen und sie nachbeten. VIELLEICHT hat er sich aber einfach gedacht: "Egal, viele Kollegen üben die H. aus - was solls"...
Avatar #759489
MITDENKER
am Donnerstag, 19. September 2019, 11:25

REALIST

Soso, Spahn wird Realist. Na fein. Wenn er realistischerweise dann noch die Impfplicht in einigen Wochen beerdigt, dann wird er mir - vielleicht - doch noch sympathisch. Aber das wird schwieriger, wer beerdigt schon gerne sein eigenens "Baby"...
Avatar #88255
doc.nemo
am Donnerstag, 19. September 2019, 09:39

Er auch?

Die fragwürdige Konversionstherapie will er verbieten lassen, an der unwirksamen Homöopathie hält er fest. Nimmt er etwa auch Globuli?
Avatar #787913
FredHolgerLudwig
am Donnerstag, 19. September 2019, 09:07

Spahn respektiert den Patientenwunsch

Hoffentlich trägt Jens Spahns „so ok“ dazu bei, die Debatte um die Homöopathie endlich zu entschärfen. Warum ignorieren die Homöopathie-Gegner konsequent die Studienlage? Warum wird in der Berichterstattung durchgängig verschwiegen, dass es hochwertige randomisierte Placebo-kontrollierte Studien gibt, die die Wirksamkeit homöopathischer Arzneimittel nachweisen? Warum wohl wünschen sich so viele Patienten eine Kostenerstattung für Homöopathie? Ganz einfach: Weil sie so wie ich in meiner ärztlichen Praxis gute Erfahrungen mit komplementären Verfahren wie der Homöopathie machen. Die Homöopathie gehört in qualifizierte ärztliche Hände im Sinne einer integrativen Medizin. Auch dazu trägt die Kostenerstattung durch die Krankenkassen bei. Denn Kassen schließen nur mit entsprechend qualifizierten Ärzten Verträge ab und zahlen auf dieser Grundlage homöopathische Behandlung – ein System, das sich schon vielfach bewährt hat. 40 Milliarden Ausgaben für Arzneimittel, davon 20 Mio. für die Homöopathie, ja, das ist so ok.

Dr. med. Fred-Holger Ludwig, Bad Bergzabern
Avatar #79783
Practicus
am Mittwoch, 18. September 2019, 23:35

Qualitativ beste Versorgung

"auf Kasse" ist in Deutschland gesetzlich verboten (§12 SGB V). Laut eines Landessozialgerichts darf die vertragsärztliche Behandlung "auf gar keinen Fall unter irgendwelchen Gesichtspunkten einer optimalen Therapie" durchgeführt werden - der Minister kennt die Gesetze aus dem eeigenen Haus nich, so scheint es jedenfalls! Sagt ihm das keiner? Die Kassen dürfen nur bezahlen, was "zweckmäßig, ausreichend und wirtschaftlich ist, ohne das Maß des Notwendigen zu überschreiten" (WANZ-Medizin)
Als wirtschaftlich gilt, was der Durchschnitt aller Ärzt macht - was darüber hinausgeht, wird nicht bezahlt.
Eine neue Untersuchung hat ergeben, dass nicht - wie vermutet - ""gute Risiken" Hömöopathie anwenden und so eine "wirtschaftlich interessante Klientel" eingeworben kann (zahlt gut, braucht wenig), sondern dass Homöopathieanwender insgesamt höhere Kosten der KV verursachen!
Homöoptathie ist keine "Alternativmedizin", sondern überhaupt keine Medizin! Das ist institutionalisierter Aberglaube, sonst nichts!
Avatar #778412
Existencia
am Mittwoch, 18. September 2019, 20:03

Ziel... qualitativ beste Versorgung der Versicherten

Das ist ein Witz und man muss sich fragen, wer diese Leute bezahlt. Sie "schießen" gegen alternative Medikamente, weil sie angeblich wissenschaftlich nicht nachweisbar wirksam sein sollen. Wer sie haben will, soll sie selbst bezahlen. Das steht denen, die sich ab sofort mit 2.500 Euro pro Monat bereichern gut zu Gesicht, denn sie können es sich leisten.
...qualitativ beste Versorgung. So so, Medikamente wie Evian, Prasugrel, Ubuprofen, Sartane, ja sogar Aspirin, um nur ganz wenige zu nennen, sie von Magenblutungen über Krebs bis zum Tod als Nebenwirkung alles mitbringen, sind eine qualitativ bester Versorgung. Diese Leute gehören weggesperrt, denn sie billigen tödliche Medikamente und wollen dem Bürger heilende Alternativen verweigern. Fragt sich, wer dahinter steckt, womöglich Pharmariesen und finanzielle Transfers???
LNS

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