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Politik

Nur wenige Studiendaten zum Vergleich verschiedener Biologika in der Rheumatherapie

Mittwoch, 18. September 2019

Molekulares Modell des Antikörpers, 3D-Darstellung /Kateryna_Kon, AdobeStock.com
Zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis sind in Europa bereits einige Biologika zugelassen, dazu zählen Abatacept, Adalimumab, Anakinra, Certolizumab Pegol, Etanercept, Golimumab, Infliximab, Rituximab und Tocilizumab. /Kateryna_Kon, AdobeStock.com

Köln – Langzeituntersuchungen und Studien, in denen mindestens zwei Biologika in der Rheumatherapie gegeneinander getestet werden, sind nach wie vor Mangelware. Das kritisiert das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in seinem Abschlussbericht zur Nutzenbewertung von biotechnologisch hergestellten Wirkstoffen in der Therapie der rheumatoiden Arthritis (RA).

Biologika sind unter bestimmten Bedingungen sowohl in der Erstlinientherapie als auch für weitere Therapielinien zugelassen, und zwar teils in Kombination mit dem Arzneimittel Methotrexat und teils als Monotherapie.

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Der Gemeinsame Bundes­aus­schuss (G-BA) hatte das IQWiG beauftragt, die Behandlung der rheumatoiden Arthritis mit den biotechnologisch hergestellten erkrankungsmodifizierenden Antirheumatika zu bewerten und dafür sieben Therapiesituationen vorgegeben – entsprechend dem Profil der biotechnologisch hergestellten Arzneimittel.

Neue Erkenntnisse dank älterer Studien zur Erstlinientherapie

Im Sommer 2018 hatte das IQWiG seinen Vorbericht veröffentlicht und um Stellungnahmen gebeten. Der daraus resultierende Abschlussbericht ist soeben erschienen. Danach gibt es trotz zum Teil geringer Studiendaten neue Erkenntnisse, auch, weil Hersteller dem IQWiG auf Anfrage weitere Auswertungen älterer Studien übermittelt haben.

In der Erstlinientherapie in Kombination mit Methotrexat gibt es beim primären Therapieziel, der klinischen Remission, laut dem Bericht keinen Anhaltspunkt für einen höheren oder geringeren Nutzen eines Biologikums gegenüber den anderen. Eine niedrige Krankheitsaktivität war mit Adalimumab und mit Etanercept besser zu erreichen als mit Certolizumab Pegol oder Tocilizumab, woraus sich laut dem IQWiG jeweils ein Anhaltspunkt für einen höheren Nutzen ergibt. Weitere Unterschiede zeigten sich laut den Kölner Wissenschaftlern nicht.

Unterschiedliche Nebenwirkungen in der Zweitlinientherapie

Nach dem Versagen von Methotrexat allein können die RA-Patienten zusätzlich ein Biologikum erhalten. In dieser Therapiesituation zeigte sich für alle Wirkstoffe mit Ausnahme von Etanercept ein höherer Nutzen im Vergleich zu Anakinra. Für Certolizumab Pegol gibt es einen Anhaltspunkt für einen höheren Schaden wegen mehr Nebenwirkungen im Vergleich zu allen anderen Wirkstoffen.

Darüber hinaus zeigten sich unter Golimumab und Tocilizumab mehr Nebenwirkungen als unter Infliximab. Unter Tocilizumab brachen außerdem mehr Patienten die Therapie wegen Nebenwirkungen ab als unter Abatacept. Diese Ergebnisse hat das IQWiG jeweils als Anhaltspunkt für einen höheren Schaden gewertet.

Der Bericht enthält zudem unter anderem Aussagen zur Kombinationstherapie nach Biologikum-Versagen und zur Monotherapie nach Methotrexat-Unverträglichkeit. © hil/aerzteblatt.de

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