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Politik

Landarztquote passiert Landtag in Rheinland-Pfalz

Donnerstag, 19. September 2019

/dpa

Mainz – Die Landarztquote für Medizinstudierende in Rheinland-Pfalz ist beschlossene Sache. Der Landtag in Mainz verabschiedete gestern mit den Stimmen der Regierungs­koa­litionen von SPD, FDP und Grünen und der AfD-Fraktion das Landesgesetz zur Si­cherstellung der ärztlichen Grundversorgung. Die Vertreter der CDU votierten gegen das Gesetz.

Die Ampel-Koalition will damit dem Ärztemangel auf dem Land entgegenwirken. Das Gesetz sieht vor, dass 6,3 Prozent aller Medizin-Studienplätze an Bewerber gehen, die sich später zehn Jahre als Hausarzt in einem Gebiet mit drohender Unterversorgung ver­pflichten. Hinzu kommen 1,5 Prozent, die sich für eine Beschäftigung im öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) verpflichten. Wer die Verpflichtung nicht einhält, muss eine Vertragsstrafe zahlen.

Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) sagte, die Quote setzten wichtige Impulse. Über zehn Jahre bringe das Gesetz immerhin 260 Medizinstudierende in Praxen auf dem Land. Die CDU-Abgeordnete Hedi Thelen sagte, es sei erst frühestens 2031 mit dem ersten „Quoten-Landarzt“ zu rechnen. Dabei sei die Lage schon heute in einigen Regionen „dramatisch“.

Im Frühjahr vorgelegten Daten des Bundesärzteregisters zufolge sind 18,9 Prozent aller Hausärzte in Rheinland-Pfalz, die derzeit eine Kassenzulassung haben, 65 Jahre oder älter. Der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz zufolge müssen bis 2022 rund 1.600 Hausärzte im Land ersetzt werden. © dpa/aerzteblatt.de

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