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Politik

Keine statistischen Auffälligkeiten zu Handfehlbildungen in Schleswig-Holstein

Donnerstag, 19. September 2019

/luckybusiness, stockadobecom

Kiel – In Schleswig-Holstein ist aktuell keine auffällige Häufung von Fehlbildungen bei Säuglingen zu beobachten. Es seien bisher keine statistischen Auffälligkeiten bekannt, teilte ein Sprecher des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums mit. „Gleichwohl wird das Gesundheits­ministerium prüfen, ob abhängig von Erkenntnissen aus anderen Bundesländern auch hier weitere Untersuchungen sinnvoll sind“, sagte er.

Nach Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg ist Schleswig-Holstein das dritte Bundes­land, das keine Häufung von Fehlbildungen bei Neugeborenen festgestellt hat. Die Ge­sund­heitsminister der Län­der hatten sich in einem Telefonat auf eine Abfrage bei Ge­burts­kliniken in Deutschland verständigt.

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Hintergrund ist, dass in einer Klinik in Gelsenkirchen (Nordrhein-Westfalen) in zwölf Wo­chen drei Kinder mit fehlgebildeten Händen geboren worden waren. „Das mehrfache Auftreten jetzt mag auch eine zufällige Häufung sein. Wir finden jedoch den kurzen Zeit­raum, in dem wir jetzt diese drei Fälle sehen, auffällig“, hatte die Klinik mitgeteilt.

Jährlich werden dem Focus zufolge unter Berufung auf die Gesundheitsberichter­stattung des Bundes in Deutschland etwa 50 Kinder mit Fehlbildungen an den Händen gebo­ren. Die Fallzahl sei zuletzt gesunken – 2017 seien 47 Neugeborene be­troffen gewesen. 2016 waren es demnach mit 52 Fällen etwas mehr gewesen.

Ärzte und Politiker hatten in den vergangenen Tagen vor Spekulationen gewarnt. Solange keine Fakten auf dem Tisch liegen, sei dies nicht geboten, hieß es. © afp/dpa/may/aerzteblatt.de

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