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Politik

Heilmittelverordnung soll einfacher werden

Freitag, 20. September 2019

/Bernd Leitner, stockadobecom

Berlin – Der Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA) hat neue Regelungen zur Heilmittel­verordnung beschlossen. Neu wird künftig zum Bei­spiel sein, dass eine Heilmittelbehand­lung bis zu 28 Tage statt 14 Tage nach Verord­nungs­­datum be­gonnen werden kann. Dies soll zu weniger nachträglichen Änderungs­wün­­­schen des Ver­ord­nungsdatums von Patien­ten und Heil­mittel­erbringern bei den Ver­tragsärzten führen.

Zu den wichtigsten Neuerungen zählen die Abschaffung der Unterscheidung zwischen Verordnungen innerhalb oder außerhalb des Regelfalls und damit auch der Wegfall des Genehmigungsverfahrens bei Verordnungen außerhalb des Regelfalls, die Einführung einer orientierenden Behandlungsmenge, sowie Regelungen zur „Blankoverordnung“. Darüber hinaus erfolgt eine deutliche Vereinfachung der Struktur und Darstellungsform des Heilmittelkatalogs.

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„Wir versprechen uns eine spürbare Entlastung in den Arztpraxen“, sagte Stephan Hof­meis­ter, stellvertretender Vor­standsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Die Körperschaft hatte das Beratungsverfahren zur Überarbeitung der Heilmittel-Richt­linie inklusive Heilmittel-Katalog im G-BA angestoßen. Hintergrund waren die aus Sicht der KBV immer komplexeren und kaum noch zu überblickenden Vorgaben, die seit der Neufassung der Richtlinie im Jahr 2001 zu bewältigen sind.

Die Änderungen sollen ab Oktober 2020 praxisrelevant werden. Zunächst muss das Bun­desministerium für Gesundheit den Beschluss prüfen. Anschließend müssen die neuen Vor­gaben in die ärztliche Verordnungssoftware implementiert und die Software von der KBV zertifiziert werden.

Zusätzlich zu den umfangreichen Änderungen bei Formularen und PVS-Systemen soll gleichzeitig auch die entsprechende Richtlinie für den zahnärztlichen Bereich beschlos­sen werden.

„Damit können dann beide Richtlinien zur gleichen Zeit in Kraft treten," erklärte das un­parteiische G-BA-Mitglied Monika Lelgemann auf Nachfrage bei einer Pressekonferenz. Lelgemann ist Vorsitzende des zuständigen Unterausschuss und bezeichnete die Reform der Richtlinie als „großen Schritt“. © may/bee/EB/aerzteblatt.de

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