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Welche Daten in US-Kliniken am häufigsten gehackt werden

Mittwoch, 25. September 2019

/Jaiz Anuar, stock.Adobe.com
/Jaiz Anuar, stock.Adobe.com

East Lansing – Immer wieder werden Krankenhäuser zu Opfern von Hackerangriffen. Welche Daten dabei geklaut werden, haben die Michigan State University (MSU) und die Johns Hopkins University anhand von 1.461 Vorfällen mit fast 170 Millionen betroffenen Patienten in den USA analysiert, die zwischen Oktober 2009 und Juli 2019 aufgetreten sind. Die Ergebnisse wurden in Annals of Internal Medicine publiziert (2019; doi: 10.7326/M19-1759).

In allen Fällen verschafften sich die Hacker über Sicherheitslücken Zugriff auf Adressdaten. Sensible Adressdaten, wie etwa Sozialversicherungsnummern oder Führerscheindaten, die zu Identitätsdiebstahl führen könnten, waren in 66 Prozent betroffen. 

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Informationen zu den Finanzen der Patienten beschafften sich die Datendiebe in 35 Prozent der Fälle. Sensible Finanzdaten, wie Zahlungskarten oder Bankdaten, konnten in 13 Prozent der Hackerangriffe erbeutet werden. „Ein Krimineller könnte eine betrügerische Steuer­erklärung einreichen oder eine Kreditkarte beantragen, die die Sozialversicherungsnummer und das Geburtsdatum verwendet“, sagte John (Xuefeng) Jiang, Hauptautor und MSU-Professor für Rechnungswesen und Informationssysteme.

Gesundheitsdaten waren in 65 Prozent betroffen. Das heißt, dass bei 944 gehackten Sicherheitslücken, die Diagnosen, Laborbefunde oder Verschreibungen von fast 48 Millionen Patienten in die falschen Hände gerieten. Sensible Gesundheitsdaten definierten die Autoren separat. Dazu zählten etwa Substanzmissbrauch, HIV-Diagnosen, sexuell übertragbare Krankheiten, Krebs oder Informationen zur psychischen Gesundheit. Auf diese sensiblen Daten verschafften sich Hacker in 2 der 1.461 Fälle (0,12 Prozent) Zugriff. Betroffen waren mehr als 6 Millionen Menschen. © gie/aerzteblatt.de

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