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Uniklinik Leipzig entwickelt Onlinetherapie für traumatisierte Ärzte

Freitag, 20. September 2019

Laptoptastatur /golubovy, stockadobecom
/golubovy, stockadobecom

Leipzig – An der Leipziger Universitätsklinik ist eine Therapie für traumatisierte Ärzte entwickelt worden. Sie besteht aus zehn Schreibaufgaben, die über einen Zeitraum von fünf Wochen bearbeitet werden müssen.

„Ärzte und Ärztinnen haben ein erhöhtes Risiko, traumatische Erfahrungen zu erleben, da sie täglich mit Schmerz, Leid, schweren Erkrankungen oder Tod konfrontiert sind“, erklärte Anette Kersting, Direktorin der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Uniklinikum. Zudem würden sie eine große Verantwortung für das Wohl ihrer Patienten tragen. Fehlentscheidungen könnten schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen. Mediziner würden etwa viermal häufiger an einer Posttraumatischen Belastungsstörung leiden als Erwachsene in der gesamten Bevölkerung.

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Eine im Oktober beginnende Studie soll die Wirksamkeit der Internettherapie untersuchen. Die Uniklinik führt an, dass einer konventionellen Psychotherapie bei Ärztinnen und Ärzten einige Hürden im Weg stehen. Lange und unregelmäßige Arbeitszeiten sowie die Angst vor negativen Auswirkungen auf die berufliche Karriere würden einen Gang zum Psycho­therapeuten erschweren. Eine internetbasierte Intervention lasse sich dagegen flexibel in den Alltag integrieren und biete eine höhere Anonymität. © dpa/aerzteblatt.de

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