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Ärzteschaft

Zwölf neue Bereitschaftspraxen in Sachsen vor dem Start

Montag, 23. September 2019

/dpa

Dresden – In Sachsen eröffnet die Kassenärztliche Vereinigung (KV) des Landes ab Ok­to­ber zusammen mit Kliniken in den Regionen landesweit zwölf neue Bereitschaftspraxen. Diese Portalpraxen betreuen Patienten mit nicht lebensbedrohlichen Beschwerden, die außerhalb der üblichen Sprechzeiten von Arztpraxen eine medizinische Versorgung be­nötigen.

Ab dem vergangenen Jahr hat die KV bereits Praxen mit Kliniken in Chemnitz, Dresden, Leipzig, Niesky, Görlitz, Annaberg, Zschopau, Delitzsch und Eilenburg etabliert. Die neuen Bereitschaftspraxen befinden sich in den Regionen Aue, Freital, Glauchau,  Hoyerswerda, Leipzig, Meißen, Oschatz, Stollberg, Torgau, Weißwasser und Zwickau.

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„Aus den Erfahrungen in den Pilotregionen wissen wir, dass die Bevölkerung Bereit­schafts­praxen sehr gut annimmt“, sagte der KV-Vorstandsvorsitzende Klaus Heckemann. Es entstehe ein echter Nutzen für die medizinische Versorgungssituation der Patienten durch die kurzen Wege zwischen der Bereitschaftspraxis und dem jeweiligen Klinikum sowie gemeinsam genutzten organisatorischen Strukturen. Das bewirke auch eine Ent­lastung der Notaufnahmen.

„Die KV Sachsen setzt den gesetzliche Auftrag zur Einrichtung von Bereitschaftspraxen um und erreicht damit gleichzeitig, dass in diesen Praxen eine enge – und medizinisch oft notwendige – kollegiale Zusammenarbeit der ambulant tätigen mit den stationär tä­tigen Ärzten zum Wohle der Patienten gelebt wird“, sagte Sylvia Krug, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KV Sachsen.

Die KV Sachsen hatte im Oktober 2017 angekündigt, den Bereitschaftsdienst zu reformie­ren. Dabei sollte die Zahl der Bereitschaftsdienstbereiche von 95 auf 23 vermindert wer­den.

„Mit unseren Überlegungen wird erreicht, dass in jedem neuen Bereitschafts­dienstbereich mindestens auch eine Bereitschaftspraxis ist“, sagte Heckemann vor zwei Jahren. Dies sei wichtig, um die Niederlassung weiterhin für Ärzte attraktiv zu halten, betonte er. © hil/aerzteblatt.de

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