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Medizin

Rho-Kinase-Hemmer senkt Augeninnendruck

Dienstag, 24. September 2019

/BillionPhotos.com, stockadobecom

Amsterdam – Augentropfen mit dem Rho-Kinase-Hemmer Netarsudil, der den Abfluss des Kammerwassers über das trabekuläre Maschenwerk erhöht, werden nach den USA demnächst auch in Europa zur Verfügung stehen. Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine entsprechende Empfeh­lung abgegeben, der die Europäische Kommission in Kürze folgen dürfte.

Die genaue Wirkungsweise von Netarsudil ist nicht bekannt. Neben der Rho-Kinase scheint auch ein Transporter für Noradrenalin gehemmt zu werden. Der Effekt ist ein ver­mehrter Abfluss des Kammerwassers über das trabekuläre Maschenwerk, dem normalen Drainageweg.

Es hat deshalb einen anderen Wirkmechanismus als die meisten derzeit zugelassenen Medikamente. Diese fördern entweder den nicht konventionellen uveoskleralen Abfluss des Kammerwassers über die Ziliarkörper (Prostaglandine) oder sie hemmen die Produk­tion des Augenwassers (Betablocker, Alpha-2-Agonisten und Carboanhydrasehemmer).

Netarsudil hat in den zulassungsrelevanten Studien (ROCKET 1 und ROCKET 2) den Au­geninnendruck um bis zu 5 mm Hg gesenkt. Die Wirkung war bei einem Ausgangs­innen­druck von unter 25 mm Hg mit der von Timolol-Augentropfen vergleichbar. Bei Patienten mit einem höheren Augeninnendruck war die Wirkung laut den Angaben in der US-Fach­information um etwa 3 mm Hg geringer. Häufigste Nebenwirkung in den klinischen Stu­dien war eine konjunktivale Hyperämie.

In den USA sind die Augentropfen bereits seit Ende 2017 zugelassen. Die Genehmigung durch die Food and Drug Administration (FDA) hatte sich um etwa ein Jahr verzögert, da der Hersteller, die Firma Aerie Pharmaceuticals aus Durham, noch keine Produktionsstätte für ihren ersten Wirkstoff gefunden hatte und noch nicht über genügend Mitarbeiter für den Vertrieb ihres ersten Medikaments verfügte.

Inzwischen hat der Hersteller in den USA ein Kombinationspräparat mit Netarsudil und dem Prostaglandin-Analogon Latanoprost eingeführt, was aufgrund des unterschiedli­chen Wirkungsmechanismus beider Substanzen eine additive Wirkung verspricht. © rme/aerzteblatt.de

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