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Ärzteschaft

Erste Bewerber kündigen Kandidatur für Vorsitz des Marburger Bundes an

Dienstag, 24. September 2019

Susanne Johna, Andreas Botzlar /Jürgen Gebhardt

Berlin/Frankfurt am Main – Für die Nachfolge des 1. MB-Vorsitzenden Rudolf Henke ha­ben heute die ersten Bewerber ihre Kandidatur angekündigt. Neben Susanne Johna, Lan­desverbandsvorsitzende des Marburger Bundes (MB) Hessen, warf auch Andreas Botzlar, 2. Bundesvorsitzender des MB und Vorsitzender des bayerischen Landesverbands, heute seinen Hut in den Ring. Die Wahl erfolgt auf der 136. Haupt­ver­samm­lung des MB am 8. und 9. No­vem­ber 2019 in Berlin.

„Mein Ziel ist es, dass wir die Unabhängigkeit und das Rückgrat eines freien Berufes le­ben und der Kommerzialisierung des Gesundheitswesens entgegentreten“, sagte Johna. Ärzte benötigten mehr Zeit für sich und ihre Patienten. Nur dann könne man für den Be­ruf „brennen ohne zu verbrennen“.

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Der Marburger Bund ist ihren Worten zufolge der einzige Verband, der dafür sowohl die tarifliche als auch die berufspolitische Durchsetzungskraft hat. „Deswegen kandidiere ich gerne für das Amt der ersten Vorsitzenden meines Berufsverbands“, so Johna.

Susanne Johna lenkt seit 2013 als Vorsitzende des Marburger Bundes Hessen die Ge­schicke des Landesverbandes. Die Internistin arbeitet als Oberärztin im Krankenhaus, ist Mitglied im Präsidium der Lan­des­ärz­te­kam­mer Hessen und darüber hinaus Vorstands­mit­glied in der Bundes­ärzte­kammer und im MB-Bundesvorstand.

„Gerade in den politisch unruhigen letzten Jahren war Rudolf Henkes Erfahrung und poli­ti­sches Gespür von unschätzbarem Wert“, sagte Andreas Botzlar. „In den gemeinsamen zwölf Jahren an der MB-Spitze haben wir viel erlebt, durchgefochten und erreicht. Unser beider Fokus lag stets darauf, den MB als streitbaren aber auch verlässlichen Berufsver­band zu etablieren und dabei die Interessen unserer Mitglieder erfolgreich zu vertreten“, sagte er.

Botzlar sieht dies gleichermaßen als Chance und Herausforderung. Den angestellten und beamteten Ärzten will er weiterhin Gehör in Politik und Öffentlichkeit verschaffen sowie richtungsweisende Ideen und Konzepte für die Gesundheitspolitik entwickeln. Den einge­schlagenen Weg in der Tarifpolitik werde er weiterverfolgen, so Botzlar, der den Vorsitz der Kleinen Tarifkommission des MB vor zehn Jahren von Henke über­­nommen hatte.

Henke hatte gestern seinen Rückzug angekündigt. „Nach 40 Jahren im Beruf und 30 Jah­ren an vorderster Stelle im Marburger Bund ist es nun Zeit, die Verantwortung für Euro­pas größten Ärzteverband an Jüngere zu übergeben“, sagte der 65-jährige. Deshalb werde er nicht erneut für den Vorsitz im Marburger Bund kandidieren. © may/aerzteblatt.de

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