NewsHochschulenGrundlagenforschung braucht besondere Förderung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Hochschulen

Grundlagenforschung braucht besondere Förderung

Donnerstag, 26. September 2019

/Darren Baker, stockadobecom

Berlin – Die Grundlagenforschung in Deutschland braucht mehr Wertschätzung, eine wirksame und längerfristige Finanzierung und die strukturelle Absicherung der dort Beschäftigten. Das fordern die im Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO) organisierten Fachverbände in einem Positionspapier.

„Viele unserer Mitglieder nehmen zunehmend eine deutliche Prioritätsverschiebung hin zu anwendungsorientierter Forschung wahr“, sagte der Präsident des VBIO, Gerhard Hasz­prunar.

Anzeige

Biowissenschaftliche Grundlagenforschung und die von ihr bereitgestellten Erkenntnisse bildeten aber das Fundament wissensbasierter Lösungen für drängende globale Heraus­forderungen, unter anderem in der Medizin, betonte er. Allerdings sei die Umsetzung von Ergebnissen der Grundlagenforschung in die Anwendung weder zeitlich noch inhaltlich vorhersagbar.

Projekte der biowissenschaftlichen Grundlagenforschung dürfen nach Ansicht des VBIO weder offen noch verdeckt daran gemessen werden, ob ihre Erkenntnisse sich schnell und direkt in konkreten Anwendungen niederschlagen. Dies werden aber von vielen in der Grundlagenforschung tätigen Wissenschaftler zunehmend gefordert.

Nötig ist nach Ansicht des VBIO mehr grundlegendes Verständnis für den speziellen Charakter von Grundlagenforschung auf allen Handlungsebenen. Entscheidungsgremien und Forschungsförderer sind gleichermaßen aufgefordert, die Bedeutung und den spe­zifischen Charakter der Grundlagenforschung anzuerkennen, wertzuschätzen und diese Wertschätzung an die Öffentlichkeit heranzutragen.

Für die Grundlagenforschung selbst müssten zusätzliche finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden, so der Verband. Der VBIO fordert zudem, Eigenheiten und Bedeutung der Grundlagenforschung der breiten Öffentlichkeit besser zu vermitteln. Dafür sei es not­wen­dig, dass Politik, Forschungsförderer und Einzelinstitutionen zusätzliche Kommuni­kationsprogramme auflegten. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

14. Oktober 2020
Dresden/Bochum – Zusammen mit Kollegen in Bochum und Halle untersuchen Medizinwissenschaftler der TU Dresden die Folgen der Coronapandemie für Krebspatienten. Der Forschungsverbund CancerCOVID wird
Onkologie: Versorgung bei Pandemie wird erforscht
12. Oktober 2020
Hamburg/Aachen – Ärzte des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) und der Uniklinik der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen haben ein bundesweites „Deutsches
Neues bundesweites Forschungsnetzwerk zu Autopsien
5. Oktober 2020
Stockholm – Der diesjährige Nobelpreis geht an 3 Forscher, die an der Entdeckung des Hepatitis-C-Virus beteiligt waren. Der amerikanische Anthropologe Harvey Alter hatte in den 1970er-Jahren die
Medizinnobelpreis für die Entdeckung des Hepatitis-C-Virus
1. Oktober 2020
Berlin – Aus den deutschen Universitätskliniken kommen Warnungen vor einer Zuspitzung der Coronapandemie in Deutschland. Die Situation sei „noch nicht dramatisch“, bedürfe aber einer „sehr ernsthaften
Unikliniken mahnen bei Coronakrise zur Wachsamkeit
25. September 2020
Berlin – Schnittstellenprobleme und unterschiedliche Datenformate verhindern weiterhin, dass Wissenschaftler die in verschiedenen Gesellschaftsbereichen erhobenen anonymisierten Daten miteinander
Möglichkeiten zur Forschung mit anonymisierten Daten weiterhin zu begrenzt
23. September 2020
Tübingen/Ulm – Die Onkologischen Spitzenzentren Tübingen-Stuttgart (CCC-TS) und Ulm (CCCU) haben sich gemeinsam einen der vier neuen Standorte im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT)
Krebsforschung im Südwesten weiter gestärkt
23. September 2020
Bremen – Das Institut für Public Health und Pflegeforschung der Universität Bremen will die Einbeziehung von Patienten in die klinische Forschung erleichtern. Dazu hat das Institut eine Handreichung
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER