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Saar-Glücksspiel­aufsicht kritisiert Werbung aus Schleswig-Holstein

Dienstag, 24. September 2019

/TimeStopper, stockadobecom

Saarbrücken – Die Landesmedienanstalt Saarland (LMS) hat Schleswig-Holstein wegen „massiver“ TV-Werbung für Online-Casinos kritisiert. Diese „Alleingänge“ würden eine wirksame Bekämpfung von Glücksspielsucht gefährden, teilte LMS-Direktor Uwe Conradt heute anlässlich des morgigen Aktionstages gegen Glücksspielsucht mit. Schleswig-Hol­stein hat den Angaben zufolge als einziges Bundesland Lizenzen für Online-Glücksspiele vergeben.

Das Bundesland hatte laut Conradt beim Wiederaufleben seiner Online-Casino-Lizenzen eine Begrenzung der Werbung für diese Angebote zugesichert. Von dieser Begrenzung sei „nichts mehr zu spüren“. TV-Werbung für Spielmöglichkeiten bei Online-Casinos finde in einer viel zu großen Anzahl privater TV-Programme statt – und dass auch zu Tageszeiten, in denen Kinder und Jugendliche besonders schutzbedürftig seien, sagte Conradt.

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Mitte September erst hatte die Glücksspielaufsicht in Hamburg Schlwesig-Holstein aufge­fordert, bundesweite TV-Werbung für Online-Casinos zu unterbinden. Schleswig-Holstein hatte seinen Sonderweg stets damit begründet, es wolle den natürlichen Spieltrieb von Menschen in geordnete und legale Bahnen lenken. Dies solle den Schwarzmarkt ein­dämmen.

Eine umfassende Glücksspielreform lässt in Deutschland auf sich warten. Schleswig-Hol­stein strebt bei den Verhandlungen über die geplante Neufassung des 2021 auslaufenden Staatsvertrags eine gemeinsame Lösung für den gesamten Glücksspielbereich an. © dpa/aerzteblatt.de

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