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Ärzteschaft

Hausärzte plädieren wegen Lieferengpässen für innereuropäische Arzneimittel­produktion

Mittwoch, 25. September 2019

/Alexander Raths, stock.adobe.com

Köln – Der Hausärzteverband Nordrhein hat die steigenden Lieferengpässe etlicher Arz­nei­mittel kritisiert. Nach Angaben des Verbandes sind aktuell 280 Medikamente nicht lie­ferbar. Dafür machen die Hausärzte unter anderem die Verlagerung der Produktions­stätt­en in Nie­driglohnländern sowie den Trend zu einer nachfragegesteuerten Produktion ver­antwortlich.

Sie fordern, Produktionsstätten für Wirkstoffe wieder nach Europa zu verlagern. „Auch, wenn hierdurch die Preise steigen, sollte es uns wert sein“, unterstrich Verbandsvorsit­zen­der Oli­ver Funken. Die Patientensicherheit müsse an erster Stelle stehen.

Li­eferengpässe träten bei Routineverordnungen inzwischen immer häufiger auf, bei hoch­preisigen, patentgeschützten Arzneimitteln dagegen eher selten. Wenn Ärzte aufgrund von Lieferengpässen auf andere Präparate ausweichen müssten, sei dies mit zusätzlichem Bera­tungs- und Aufklärungsaufwand verbunden, der das Gesundheitssystem weiter belas­te.

Eine europäische Lösung kann aus Sicht des Hausärzteverbandes gegensteuern und di­ver­se Vorteile bieten. Dazu gehörten eine kontinuierliche Qualitätskontrollen, verkürzte Liefer­wege sowie zusätzliche Arbeitsplätze. © hil/sb/aerzteblatt.de

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