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Bundeskartellamt genehmigt Krankenhausfusion im Allgäu

Mittwoch, 25. September 2019

Bundeskartellamt /picture alliance, Bildagentur-online

Bonn/München – Das Bundeskartellamt hat den Zusammenschluss des Klinikverbunds Kempten-Oberallgäu mit den Kreiskliniken Unterallgäu unter der Geschäftsführung der Sana Kliniken genehmigt. Trotz des hohen Marktanteils bleibe den Patienten in der Region noch genug Auswahl, sagte Kartellamts-Präsident Andreas Mundt heute in Bonn. Die Kliniken Ostallgäu und das Klinikum Memmingen blieben als bedeutendere Wettbe­werber erhalten.

Aufgrund der engen gesetzlichen Vorgaben existiere zwischen Krankenhäusern zwar kaum Preiswettbewerb. Aber der Wettbewerb sei wichtig für die Qualität der Behandlung. „Wenn Patienten und zuweisende Ärzte Auswahlmöglichkeiten zwischen Krankenhäusern verschiedener Träger haben, müssen diese sich um die Patienten bemühen. Sie haben Anreize, in Qualität und Innovation zu investieren“, betonte Mundt.

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Das Kartellamt erklärte, die Ausweichmöglichkeiten für Patienten würden durch die Fu­sion nicht erheblich verringert. Die Kreiskliniken Unterallgäu seien nur für Patienten aus einem Teil des Gebietes Kempten-Oberallgäu von gewisser Bedeutung und nach Fall­an­teil und Behandlungsspektrum nur ein entfernter Wettbewerber der Verbund-Kranken­häuser Oberallgäu. Die Fusion werde ihre Anreize zu Innovation und Qualität nicht beeinträchtigen.

Der Verbund Oberallgäu betreibt vier Krankenhäuser in Kempten, Immenstadt, Sonthofen und Oberstdorf mit 751 Betten und eine Reha-Einrichtung. Die Kreiskliniken Unterallgäu sind Träger von Krankenhäusern in Mindelheim und Ottobeuren mit 310 Betten. Die Sana Kliniken AG betreibt 40 Krankenhäuser sowie Fach- und Reha­­­­­­­kliniken.

Eigentümer der fusionierten Allgäuer Kliniken seien zu je einem Drittel die beiden Land­kreise und die Stadt Kempten, sagte ein Kliniksprecher. Sana stelle die Manager und der Verbund nutze den Sana Einkaufsverbund. © dpa/aerzteblatt.de

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